Bangkok steht am Rande eines politischen Bebens. Das Verfassungsgericht urteilt in Kürze über Premierministerin Paetongtarn Shinawatra – suspendiert wegen eines brisanten Telefonats mit Kambodschas Machthaber Hun Sen. Sollte sie fallen, muss ihre Pheu-Thai-Partei über Nacht ein neues Kabinett aufstellen.
Hinter den Kulissen kämpft ihr Vater, Ex-Premier Thaksin Shinawatra, um den Machterhalt. Offiziell in Haft, tatsächlich im Krankenhaus – ein Politdrama, das als „14.-Stock-Saga“ Schlagzeilen machte. Für den Fall des Sturzes seiner Tochter hat er den Juristen Chaikasem Nitisiri als Nachfolger ins Spiel gebracht.
Doch die alte Garde hat andere Pläne: ein Außenseiter an die Spitze, ganz legal verankert in der von der Junta geprägten Verfassung. Eine Allianz aus Veteranen, Aktivisten und Juristen wirft Paetongtarn und ihrem Vorgänger Srettha Thavisin Verfassungsbruch vor – wegen einer 35-Milliarden-Baht-Umschichtung für das Prestigeprojekt der digitalen Geldbörse. Betroffen sind fünf staatliche Banken, deren Verluste ursprünglich kompensiert werden sollten.
Die Nationale Antikorruptionskommission prüft. Sollte Anklage erhoben werden, droht ein politischer Flächenbrand – ähnlich wie im Fall des früheren Parlamentsvizes Pichet Chuamuangphan, der nach einem vergleichbaren Skandal zehn Jahre lang politisch kaltgestellt wurde.
Ein Machtvakuum im Parlament wäre vorprogrammiert. Genau das könnte den Weg ebnen für die Rückkehr von General Prayuth Chan-o-cha, dem ehemaligen Junta-Chef und heutigen Geheimrat. Für diesen Schritt bräuchte es die Zustimmung der Pheu Thai – und Thaksins Verzicht auf seinen Favoriten Chaikasem. Angesichts seiner eigenen juristischen Zwickmühle könnte er versucht sein, den Deal zu schließen.
Doch die Warnungen sind deutlich: Ein Bündnis zwischen Thaksin und Prayuth könnte den tiefen politischen Riss im Land nicht heilen – sondern gefährlich vertiefen. Thailand steht vor der Wahl zwischen Machtkalkül und politischem Abgrund.
STIN // AI
KI ist schon lustig……:-)
Heute hat sie mir zu verstehen gegeben, dass meine Berichte etwas langweilig sind – sie hätte eine knackigere Version anzubieten, das die Lesedynamik erhöhen könnte.