Si Sa Ket, Thailand – Drei thailändische Soldaten wurden bei der Errichtung eines Grenzzauns zu Kambodscha durch eine Landmine verletzt. Der Vorfall, bei dem ein Soldat einen Fuß verlor, wird von der thailändischen Armee als klarer Beweis für anhaltende Feindseligkeiten und eine eklatante Verletzung des Ottawa-Übereinkommens durch Kambodscha gewertet.
Die Soldaten der 111. Infanteriekompanie waren in der Provinz Si Sa Ket tätig, als die Explosion die Gruppe traf. Sergeant Major Thanee Paha erlitt dabei die schwerste Verletzung und verlor seinen linken Fuß. Auch die Gefreiten Parkpoom Chaisura und Thananchai Kraiwong wurden verletzt und alle drei in ein Provinzkrankenhaus gebracht.
Armeesprecher Generalleutnant Winthai Suvaree erklärte, die Verletzungen seien die erste Landminenexplosion seit der Unterzeichnung eines 13-Punkte-Waffenstillstandsabkommens am 7. August. Er betonte, dass derartige Aktionen die Friedensbemühungen behindern und ein Beweis dafür seien, dass Kambodscha weiterhin Waffen einsetzt und neue Minen legt.
Zuvor hatte eine Pioniereinheit der Armee in derselben Region, einem ehemaligen Stützpunkt kambodschanischer Truppen, 18 Antipersonenminen des Typs PMN-2 gefunden. 16 davon waren noch nicht scharf, zwei jedoch waren aktiv und detonationsbereit platziert.
Der Vorfall rückt die Spannungen an der Grenze erneut in den Fokus. Bei einer Sitzung des Allgemeinen Grenzausschusses (GBC) in Malaysia hatte Kambodscha die thailändischen Vorschläge zur Zusammenarbeit bei der Minenräumung und der Bekämpfung illegaler Operationen abgelehnt.
Der amtierende Premierminister Phumtham Wechayachai drückte sein Bedauern über die Verletzungen aus. Er beauftragte das Außenministerium, den Vorfall zu dokumentieren, um ihn bei der nächsten Sitzung des Regional Border Committee (RBC) zur Sprache zu bringen. Zudem sollen internationale Organisationen über die mutmaßlichen Verstöße Kambodschas gegen das Ottawa-Übereinkommen informiert werden.
STIN // AI