Der anhaltende Bürgerkrieg in Myanmar spitzt sich zu und droht nun, direkte Auswirkungen auf das Nachbarland Thailand zu haben. Eine bewaffnete Splittergruppe der Karen-Rebellen, die Kawthoolei-Armee, hat nach eigenen Angaben die Kontrolle über einen 40 Kilometer langen Abschnitt einer Gaspipeline an der myanmarisch-thailändischen Grenze übernommen. Die Gruppe droht, die Leitung abzuschalten oder gar zu zerstören.
Die Pipeline gehört und wird betrieben von der thailändischen PTT Exploration and Production Plc. Sie ist essenziell für die Gasversorgung der thailändischen Provinz Kanchanaburi. Die Rebellen begründen ihr Vorgehen damit, dass die Einnahmen aus dem Gasgeschäft der Militärregierung in Myanmar zugutekommen, die sie bekämpfen. General So Nur Damia von der Kawthoolei-Armee gab bekannt, dass seine Truppen durch den Einsatz moderner Waffen, darunter Bomberdrohnen, die Kontrolle über den Abschnitt erlangt hätten.
Die Entwicklungen lösen in Thailand wachsende Besorgnis aus, da sie zeigen, wie der Konflikt zunehmend über die Landesgrenzen hinausgeht. Berichten zufolge wurden in den Grenzprovinzen Tak, Kanchanaburi, Prachuap Khiri Khan, Ranong und Ratchaburi bereits Gefechte zwischen dem myanmarischen Militär und Karen-Separatisten gemeldet.
Die Kawthoolei-Armee, die sich 2022 von der Karen National Union (KNU) abgespalten hat, agiert dabei oft unabhängig von der Hauptgruppe. Erst kürzlich beschuldigte die KNU die Kawthoolei-Armee, eigene Truppen überfallen zu haben, was die komplexen internen Konflikte innerhalb der Rebellenbewegung unterstreicht.
Hintergrund: Politische Lage in Myanmar
Die militärische Eskalation findet vor dem Hintergrund einer angespannten politischen Situation statt. Die myanmarische Militärregierung übergab kürzlich die Macht an eine zivil geführte Übergangsregierung. Junta-Chef Min Aung Hlaing bleibt jedoch weiterhin als amtierender Präsident an der Spitze. Oppositionsgruppen haben die für Ende des Jahres angekündigten Wahlen bereits als „Betrug“ angekündigt und boykottieren diese, da sie befürchten, dass die Wahlen lediglich zur Legitimierung der Junta dienen sollen.
STIN // AI
rebellen drohen mit schliessung wichtiger gaspipeline 100825/
WARUM GIBT ES KEINE KARTE ZU DER LAGE!?
DAS WUERDE VIELES VERSTAENDLICHER MACHEN!
Weil man aus Kiregsgebieten keine Lagepläne erhält, nicht aus der Ukraine, nicht
aus Thailand oder Burma. Wer so etwas fotografiert, wird z.B. in der Ukraine sofort verhaftet.
Dürfte in TH ähnlich sein – einer wurde schon verhaftet, weil er Fotos aus dem Kriegsgebiet
gemacht hat – dem dann noch auch eine Nähe zur Khmer-Armee nachgewiesen werden konnte.
Mal sehen, ob die Karen das dann auch durchziehen. Sie wollen ja eigentlich keinen Streit mit Thailand,
aber sie haben recht – das Geld für das Gas fließt an die Schlächter.
Ich würde sprengen und Thailand mitteilen, dass es nicht anders geht – wenn man Burma retten möchte.