Industrieminister Akanat Promphan hat entschlossene Maßnahmen angekündigt, um illegale Geschäfte zu unterbinden und zu verhindern, dass Thailand als Transitdrehscheibe für verbotene Waren missbraucht wird. In einem Exklusivinterview mit Reuters betonte er die klare Linie der Regierung: strenge Kontrollen, höhere Industriestandards und ein konsequenter Schutz von Wirtschaft und Umwelt.
Zentrale Bausteine dieser Strategie sind die Kampagne „Schließt dem Bösen die Tür“ und die Spezialeinheit „Sud Soi“, die landesweit Fabriken und Geschäftsräume intensiv überprüft. Die Ergebnisse sprechen für sich:
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Schließung von mehr als 38 illegalen Fabriken
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Kontrolle von über 46.000 mutmaßlichen Scheinunternehmen
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Beschlagnahmung minderwertiger Waren im Wert von über 1 Milliarde Baht
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Sofortige Rückführung gefährlichen Elektroschrotts ins Ursprungsland
Neben der Strafverfolgung legt das Industrieministerium großen Wert auf umweltgerechte Produktion. Fabriken sollen nicht nur gesetzeskonform arbeiten, sondern auch nachhaltige Methoden anwenden. Durch das Verursacherprinzip werden Unternehmen verpflichtet, für die Beseitigung von Umweltschäden selbst aufzukommen – ein Schutzmechanismus für Gesellschaft, Umwelt und Verbraucher.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Bekämpfung illegaler Transitrouten. Schattenfirmen nutzen Thailand, um Handelsbarrieren und Zölle zu umgehen – mit teils drastischen Folgen: In einigen Märkten müssen thailändische Exporte bereits Strafzölle von bis zu 36 Prozent zahlen. Um diesen Schaden einzudämmen, setzt das Ministerium auf verstärkte Kontrollen von Frachtcontainern, Beschlagnahmungen bei falschen Deklarationen und eine enge Zusammenarbeit mit internationalen Behörden.
„Wir müssen sicherstellen, dass Thailand nicht zum Durchgangstor für illegale und gefährliche Waren wird“, unterstrich Akanat. Der Kurs ist klar: kompromisslose Durchsetzung von Recht und Ordnung – zum Schutz von Wirtschaft, Umwelt und dem internationalen Ansehen des Landes.