Surin, Thailand – Kambodscha hat sich offiziell bei einem Beobachterteam der ASEAN entschuldigt, nachdem ein kambodschanischer Soldat den Besuch der Gruppe in Ubon Ratchathani kurzzeitig unterbrochen hatte. Der Soldat, der angeblich betrunken war, behauptete, die Beobachter hätten ihren Besuch nicht im Voraus angemeldet.
Der Vorfall ereignete sich während eines dreitägigen Inspektionsbesuchs des Interim Observer Team (IOT), das aus Vertretern mehrerer südostasiatischer Länder besteht. Das Team sollte die Einhaltung eines Waffenstillstandsabkommens zwischen Thailand und Kambodscha überprüfen, das nach fünftägigen Kämpfen in der Grenzregion geschlossen wurde.
Mangel an Professionalität und Verstöße
Der Vorfall, bei dem der kambodschanische Soldat das Team aufhielt, wurde von thailändischen Truppen, die das IOT begleiteten, rasch geklärt. Bilder der Konfrontation gingen viral und lösten heftige Kritik aus.
Während des Besuchs informierte die thailändische Seite das IOT über die Vorgehensweise Kambodschas, das bei den jüngsten Angriffen gezielt Zivilisten, Schulen und ein Krankenhaus angegriffen haben soll – ein klarer Verstoß gegen die Genfer Konvention. Zudem warf die thailändische Armee Kambodscha vor, den Waffenstillstand durch die Mobilisierung von Truppen und den Einsatz von Drohnen gebrochen zu haben.
Lob für thailändisches Militär
Der Leiter des IOT, Brigadegeneral Samsul Rizal bin Musa aus Malaysia, der den Vorfall persönlich miterlebt hatte, betonte den „Mangel an Professionalität“ der kambodschanischen Soldaten im Gegensatz zur „Disziplin und Höflichkeit“ der thailändischen Truppen.

Das Team werde einen detaillierten Bericht über die Geschehnisse an der Grenze, einschließlich des Einsatzes von Landminen und Drohnen, erstellen. Die Hauptaufgabe des IOT sei es jedoch, die Einhaltung des Waffenstillstands zu beobachten und die Grenzgemeinden zu beruhigen, nicht über die Schuldfrage zu entscheiden.
STIN // AI