Die Anfänge
Das Kaufhaus des Westens, kurz KaDeWe, wurde im Jahr 1907 in Berlin eröffnet. Gründer war der Kaufmann Adolf Jandorf, der gemeinsam mit dem Architekten Emil Schaudt ein Warenhaus nach internationalem Vorbild errichtete. Schon bei seiner Eröffnung war das KaDeWe das größte Kaufhaus in Deutschland und galt als Symbol für Modernität und urbanen Lebensstil.
Aufstieg und Zerstörung
Das KaDeWe entwickelte sich rasch zu einer festen Institution der Berliner Gesellschaft. Mit seiner luxuriösen Warenpräsentation und der berühmten Feinschmeckeretage zog es Kundschaft aus aller Welt an. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude jedoch schwer beschädigt: 1943 stürzte ein amerikanisches Flugzeug in das Dach, wodurch große Teile des Kaufhauses ausbrannten.
Wiederaufbau und Nachkriegszeit
Nach dem Krieg begann der Wiederaufbau. Bereits 1950 öffnete das KaDeWe zunächst teilweise wieder seine Türen. In den folgenden Jahrzehnten wurde es zu einem Schaufenster des westlichen Konsums im geteilten Berlin. Besonders während des Kalten Krieges galt das KaDeWe als Symbol für westliche Wohlstandsgesellschaft und wurde zu einem der bekanntesten Kaufhäuser Europas.
Expansion und Modernisierung
In den 1990er- und 2000er-Jahren wurde das Kaufhaus mehrfach modernisiert und erweitert. Es positionierte sich zunehmend im Luxussegment und zog internationale Marken und Kundschaft an. Die berühmte Feinschmeckeretage entwickelte sich zu einem Aushängeschild des Hauses.
Eigentümerwechsel und internationale Ausrichtung
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1994 erwarb der Karstadt-Konzern (damals Teil von Hertie) das KaDeWe.
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Nach der Insolvenz von Karstadt wechselte die Immobilie 2013 in den Besitz des österreichischen Immobilienunternehmers René Benko und seiner Signa Holding.
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2015 stieg die thailändische Central Group, einer der größten asiatischen Handelskonzerne, ein und übernahm zunächst 50,1 % der Anteile am KaDeWe Group-Geschäft.
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In den folgenden Jahren arbeiteten Signa und Central Group gemeinsam an der strategischen Ausrichtung des Luxuswarenhausgeschäfts in Europa.
Die Übernahme durch die Central Group
Im Jahr 2024 schließlich übernahm die Central Group das KaDeWe vollständig, nachdem die Signa Holding von René Benko in eine tiefe Krise geraten war. Damit ging eines der bedeutendsten europäischen Warenhäuser endgültig in den Besitz des thailändischen Familienkonzerns über.
Bedeutung heute
Heute gilt das KaDeWe nicht nur als größtes Warenhaus Kontinentaleuropas, sondern auch als Symbol für Luxus und internationalen Lifestyle. Es zieht jährlich Millionen Besucherinnen und Besucher an und ist eine der wichtigsten Handels- und Tourismusattraktionen Berlins.
STIN // AI
Da kommen schöne Erinnerungen auf.
Die „Fressetage“ im KADEWE war bei meinen zahlreichen Aufenthalten in Berlin (meist Berlin-Marathon) immer ein fester Bestandteil.
Sehr gute Gerichte 👍 und große Auswahl an ua. Wurstwaren von überall.
Ich war seinerzeit – in den 80ern, als ich mehrere Jahre in Berlin lebte – sehr oft in der
6. Etage – glaube ich, wo es damals viele Spezialitäten aus aller Welt gab.
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erledigt