Siem Reap – Hunderte Kambodschaner haben sich in der Provinz Siem Reap versammelt, um US-Präsident Donald Trump zur Intervention in einem militärischen Konflikt mit Thailand aufzurufen. Sie fordern die Freilassung von 18 kambodschanischen Soldaten, die seit Ende Juli von der thailändischen Armee festgehalten werden.

Fotos des kambodschanischen Nachrichtenportals Fresh News zeigen Mönche, Studenten, Lehrer und Zivilisten mit Bannern, auf denen unter anderem zu lesen war: „Präsident Donald J. Trump, bitte helfen Sie den 18 kambodschanischen Soldaten.“ Einige Plakate dankten Trump zudem für seine Rolle bei der jüngsten Waffenruhe zwischen beiden Staaten.

Hintergrund des Konflikts

Die thailändischen Streitkräfte nahmen die 18 Kambodschaner fest, als diese versucht haben sollen, das Gebiet Sam Tae im Distrikt Kantharalak (Provinz Si Sa Ket) einzunehmen. Laut Angaben der thailändischen Armee ergaben sich die Soldaten kampflos, legten ihre Waffen nieder und würden seither „gemäß internationalen Standards“ behandelt.

Kambodscha hingegen wirft Thailand vor, die Soldaten entführt und misshandelt zu haben. Phnom Penh fordert seit Wochen ihre sofortige Rückkehr. Thailand beharrt darauf, es handele sich um Kriegsgefangene, die erst nach einer Normalisierung der Lage repatriiert würden.

Internationale Beobachtung

Zur Überprüfung der Haftbedingungen ließ die thailändische Armee Vertreter des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes sowie ASEAN-Militärattachés in das Quartier der Gefangenen. Nach thailändischen Angaben erhalten die Soldaten Nahrung, Wasser, Kleidung und medizinische Versorgung. Zwei verletzte Soldaten wurden ins Krankenhaus gebracht, zwei weitere aus gesundheitlichen Gründen bereits nach Kambodscha zurückgeführt.

Trumps Rolle im Grenzkonflikt

Der jüngste Grenzkonflikt forderte mehrere Tote und führte zu erheblichen Zerstörungen auf beiden Seiten. Nachdem kambodschanische Truppen auch zivile Einrichtungen in Nordost-Thailand beschossen hatten, warnte Trump, die USA würden Handelsgespräche mit beiden Ländern aussetzen, sollte die Gewalt andauern. Kurz darauf kam es unter Vermittlung des malaysischen Premierministers Anwar Ibrahim zu einem Waffenstillstand.

Kambodschas Premierminister Hun Manet nominierte Trump daraufhin für den Friedensnobelpreis – ein Schritt, den Demonstranten in Siem Reap mit Transparenten unterstützten. Neben kambodschanischen Fahnen schwenkten sie auch die US-Flagge.

 

Redaktion STIN // CTN-Media

Von stin

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