Nach fast einem Jahrzehnt hat ein Thailänder endlich Gerechtigkeit erfahren: Sein früherer Kollege, der ihn 2016 um 40.000 Baht betrogen hatte, wurde festgenommen.
Das Central Investigation Bureau (CIB) nahm den heute 65-jährigen Suthee in Kanchanaburi fest. Ihm wird vorgeworfen, die Debitkarte seines Kollegen Somchai missbraucht und das Geld in mehreren Abhebungen unterschlagen zu haben. Die Polizei warf ihm zwei Straftaten nach dem Strafgesetzbuch vor:
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Unbefugte Nutzung einer fremden Bankkarte (Paragraf 269/5), mit bis zu fünf Jahren Haft oder Geldstrafe von 100.000 Baht.
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Diebstahl in der Nacht (Paragraf 335/1), strafbar mit ein bis fünf Jahren Haft und bis zu 100.000 Baht Geldstrafe.
Der Fall geht zurück ins Jahr 2016: Somchai, langjähriger Mitarbeiter eines Autohauses, vertraute Suthee seine Bankkarte samt PIN an, als dieser sich 2.000 Baht leihen wollte. Am nächsten Tag erhielt Somchai die Karte zurück – und einen Abhebungsbeleg. Kurz darauf verschwand Suthee spurlos und brach den Kontakt ab.
Der Betrug kam erst ans Licht, als ein Finanzbeamter verdächtige Auszahlungsbelege fand. Diese belegten, dass Suthee nicht nur 2.000 Baht, sondern insgesamt 40.000 Baht vom Konto seines Kollegen abgehoben hatte.
Neun Jahre blieb Suthee auf der Flucht. Erst jetzt konnte die Polizei ihn in seinem Haus aufspüren. Angesichts des drohenden Verjährungsendes handelte die Behörde schnell. Suthee soll sein Fehlverhalten eingeräumt und sich bereit erklärt haben, mit der Justiz zu kooperieren.
STIN // AI