Das thailändische Bildungsministerium wird Passagen in Lehrmaterialien der fünften Klasse überarbeiten, in denen der ehemalige Abt eines AIDS-Hospiztempels in Lop Buri hervorgehoben wurde. Grund sind laufende Ermittlungen wegen Korruption und Geldwäsche gegen den inzwischen laisierten Mönch Luang Por Alongkot, wie Bildungsministerin Narumon Pinyosinwat heute bekannt gab.
Der frühere Abt war lange Zeit für seinen Einsatz in der Betreuung von HIV-Infizierten gelobt und als Beispiel selbstlosen Handelns dargestellt worden. Seine Geschichte fand deshalb Eingang in den Lehrplan als Vorbild bürgerlicher Tugend.
Mittlerweile steht der Ex-Mönch jedoch im Fokus strafrechtlicher Untersuchungen. Ihm wird unter anderem vorgeworfen, seine Herkunft verschleiert und Pflichten vernachlässigt zu haben. „Eine solche Persönlichkeit kann den Schülern nicht länger als moralisches oder ethisches Leitbild dienen“, erklärte Narumon.
Nach Beratungen mit der zuständigen Bildungsbehörde OBEC sei beschlossen worden, die entsprechenden Inhalte aus den Schulbüchern zu entfernen. Das Ministerium wolle verhindern, dass Kinder durch widersprüchliche Vorbilder „in die Irre geführt“ werden.
STIN // AI