Bangkok – Inmitten wachsender politischer Unsicherheit in Thailand verdichten sich die Hinweise auf einen möglichen Führungswechsel. Laut Chaiwut Thanakamanusorn, stellvertretender Vorsitzender der Palang-Pracharath-Partei (PPRP), hat Bhumjaithai-Chef Anutin Charnvirakul die Unterstützung von PPRP-Vorsitzendem Prawit Wongsuwan für eine Übergangszeit von sechs Monaten als Premierminister in Aussicht gestellt – für den Fall, dass Amtsinhaberin Paetongtarn Shinawatra ihr Amt verliert.

Die Erklärung erfolgte nach einem Treffen zwischen Anutin und Prawit am Donnerstag, nur einen Tag vor der erwarteten Entscheidung des Verfassungsgerichts über einen mutmaßlichen Audiomitschnitt, der Paetongtarn belastet.

Chaiwut betonte, dass Anutin und Prawit seit Langem in engem Austausch stünden und regelmäßig informelle Gespräche führten. Für die kommenden Verhandlungen stellte er „mögliche politische Veränderungen“ in Aussicht. Unsicherheit bestehe insbesondere darüber, ob Paetongtarn im Amt bleiben könne.

Sollte die Vorsitzende der Pheu-Thai-Partei abgesetzt werden, erwartet Chaiwut erhebliche Instabilitäten innerhalb der Partei. Ohne klare Mehrheit werde es schwer, die Regierungskoalition aufrechtzuerhalten. „Wir glauben, dass die von Pheu Thai geführte Koalition mit Paetongtarn an der Spitze aufgrund der politischen Turbulenzen zusammenbrechen könnte“, sagte er.

Zudem verwies er auf das schwindende Vertrauen in Paetongtarn – sowohl innerhalb der politischen Reihen als auch in der Öffentlichkeit. Angesichts dieser Stimmung sei ein Wechsel an der Spitze „im nationalen Interesse“.

Ein weiterer Kritikpunkt: Unter der derzeitigen Führung sei es nicht gelungen, den anhaltenden Grenzkonflikt mit Kambodscha wirksam zu lösen. Eine Regierung ohne den Einfluss von Thaksin Shinawatra, so Chaiwut, könne Thailand international stärker positionieren.

Gleichzeitig räumte er ein, dass die Pheu Thai angesichts interner Fraktionen kaum in der Lage sei, Geschlossenheit zu zeigen. Mehrere hochrangige Mitglieder seien unzufrieden und könnten die Seiten wechseln.

„Wenn Pheu Thai keine neue Regierung bilden kann, müssen andere Parteien die Initiative ergreifen. Ein Machtwechsel ist notwendig, damit das Land wieder handlungsfähig wird“, betonte Chaiwut.

 

Redaktion STIN // CTN-Media

Von stin

2 Comments
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berndgrimm
berndgrimm
9 Monate vor

Es gibt offensichtlich nirgendwo mehr brauchbare Politiker.
Aber in TH legt uns die von STIN kolportierte Ewiggestrigkeit gleich zwei Leichen vor.
Prawit ist schon lange politisch tot aber tut immer noch so als wäre er lebendig.Klappt nur nicht so.
Ja und Anutin wurde schon zweimal abgestraft und auch literweise Botox macht die Hackfresse nicht mehr erträglich.
Da kann uns STIN noch soviele Traumzahlen vorspinnen,Anutin bringts einfach nicht und ist bei der Bevölkerung total unten durch.

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