Thanathorn Juangroongruangkit, führender Kopf der Volkspartei und informeller Anführer der Move-Forward-Partei, hat ein Treffen mit Ex-Premierminister Thaksin Shinawatra bestätigt. Thema der Gespräche sei die mögliche Unterstützung des Pheu-Thai-Kandidaten Chaikasem Nitisiri für das Amt des Premierministers gewesen.

Thanathorn, der aufgrund eines zehnjährigen Politikverbots derzeit nicht direkt am Parlamentsbetrieb teilnehmen darf, betonte, die Volkspartei habe ihre Bedingungen bereits vor zwei Monaten klar definiert: Innerhalb von vier Monaten müsse das Parlament aufgelöst und ein Referendum über die Ausarbeitung einer neuen Verfassung eingeleitet werden. Sollten diese Forderungen akzeptiert werden, könne die Pheu-Thai-Partei direkt mit dem Parteivorsitzenden Natthaphong Ruengpanyawut in Gespräche eintreten.

Spekulationen, wonach die politische Abstimmung auch innerhalb der Familie Juangroongruangkit eine Rolle spiele – zwei Verwandte Thanathorns sind Minister in der von Pheu Thai geführten Regierung –, wies er zurück. Politik und Familienangelegenheiten seien strikt zu trennen, so Thanathorn.

Er unterstrich zudem, die Volkspartei strebe weder Machtbeteiligung noch Regierungsämter an, sondern fordere vielmehr Neuwahlen, um ein Parlament zu schaffen, das die politische Zukunft Thailands gestalten könne. Der vorgeschlagene Zeitrahmen von vier Monaten sei nach seiner Ansicht ausreichend, um ein Referendum vorzubereiten und durchzuführen.

Angesichts der aktuellen Mehrheitsverhältnisse im Parlament sieht Thanathorn in Neuwahlen den einzigen Weg, da keine der drei großen Parteien – Volkspartei, Pheu Thai oder Bhumjaithai – derzeit über genügend Mandate verfüge, um eine stabile Regierung zu bilden.

 

Redaktion STIN // CTN-Media

Von stin

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