Der bekannte Aktivist Sonthiya Sawasdee hat bei der thailändischen Wahlkommission (EC) eine Petition eingereicht, die eine Untersuchung der Pheu Thai-Partei und der Volkspartei fordert. Er beschuldigt die Parteien, sich von zwei einflussreichen Persönlichkeiten, dem ehemaligen Premierminister Thaksin Shinawatra und Thanathorn Juangroongruangkit, dominieren zu lassen. Sonthiya behauptet, dass beide Personen als Außenstehende ohne offizielle Parteimitgliedschaft Einfluss auf die Regierungsbildung nehmen.
Auslöser für die Petition ist ein mutmaßliches Treffen am Samstag, bei dem Thaksin mit Thanathorn, dem de-facto-Vorsitzenden der Volkspartei, zusammengekommen sein soll. Dabei sei es um die Unterstützung der Volkspartei für den Premierministerkandidaten der Pheu Thai, Chaikasem Nitisiri, gegangen. Sonthiya drohte, die Auflösung beider Parteien zu beantragen, falls die Volkspartei dem Zustimmt. Er sieht darin einen Verstoß gegen das thailändische Parteiengesetz.
Des Weiteren kritisierte Sonthiya die drei Bedingungen der Volkspartei für eine Koalition als eigennützig. Er ist der Ansicht, dass diese Bedingungen, die unter anderem die Ausarbeitung einer neuen Verfassung vorsehen, der Lösung der wirtschaftlichen Probleme und der Spannungen an der kambodschanischen Grenze nicht dienen, sondern lediglich ein „politisches Spiel“ seien.
STIN // AI