Bangkok, Thailand — In einer unerwarteten Wendung der politischen Ereignisse in Thailand hat der stellvertretende Premierminister und amtierende Regierungschef Phumtham Wechayachai bestätigt, dass die geplante Auflösung des Repräsentantenhauses auf Eis liegt. Grund dafür sind rechtliche Bedenken, die vom Büro des Kronrats geäußert wurden.

In einer Erklärung, die am Abend des 2. September 2025 auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht wurde, gab Wechayachai bekannt, dass der Entwurf für den königlichen Erlass zur Auflösung des Parlaments dem Kronrat zur Prüfung vorgelegt worden war. Doch das Büro äußerte umgehend Vorbehalte. Im Kern geht es um die Frage, ob ein amtierender Premierminister überhaupt die Befugnis hat, einen solch weitreichenden Vorschlag einzureichen. Aufgrund dieser ungeklärten Rechtslage wurde der Erlass vorerst nicht zur finalen Unterschrift an den König weitergeleitet.

Wechayachai betonte in seinem Statement die Verpflichtung der Regierung, sich an die Rechtsstaatlichkeit zu halten. Er versicherte, dass die Angelegenheit nun erneut geprüft werde, auch wenn das übergeordnete Ziel weiterhin sei, die Macht so schnell wie möglich an das Volk zurückzugeben und damit den Weg für Neuwahlen freizumachen. Die jüngste Entwicklung wirft jedoch neue Fragen über den Zeitpunkt der Wahlen auf und hält das politische System Thailands in einem Zustand der Unsicherheit.

 

Von stin

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