Die Bhumjaithai-Partei will das während der Pandemie von Premierminister Prayuth eingeführte Zuzahlungssystem „Khon La Khrueng“ („Lasst uns halbe Sachen machen“) neu auflegen, um Thailands schwächelnde Wirtschaft anzukurbeln. Das bestätigte Vizeparteichef Siripong Angkasakulkiat am Samstag. Innerhalb des Parteivorstands und der politischen Arbeitsgruppen werde bereits intensiv über den Plan beraten, während man sich auf die Regierungsübernahme vorbereite.

Siripong betonte, dass die neue Version des Programms einen größeren Nutzen bringen könne als frühere Auflagen. Im Vergleich zur von der Pheu-Thai-Regierung favorisierten „digitalen Geldbörse“ verspreche Khon La Khrueng greifbarere Ergebnisse. Zudem sei das System kosteneffizienter, stärke den Geldumlauf und genieße Rückhalt in der Bevölkerung – insbesondere in den sozialen Medien.

Die Pheu-Thai-Regierung hatte für ihre Bargeldinitiativen mehr als 180 Milliarden Baht ausgegeben, doch die wirtschaftlichen Effekte blieben laut Kritikern begrenzt. Das zentrale Projekt einer digitalen Geldbörse wurde letztlich gar nicht umgesetzt.

Khon La Khrueng war erstmals während der Covid-19-Krise eingeführt worden. Dabei übernahm der Staat die Hälfte der täglichen Ausgaben der Bürger bis zu einem bestimmten Limit. Das senkte die Belastung der Haushalte und pumpte zugleich direkt Geld in die Wirtschaft.

Siripong wies Spekulationen zurück, die Wiederaufnahme des Programms sei eine Wahlkampfstrategie. Man wolle vorrangig ökonomische Probleme lösen. Dennoch könnte das Vorhaben zeitlich mit den Wahlen zusammenfallen: Bhumjaithai hat sich verpflichtet, das Parlament binnen vier Monaten nach Verkündung der Regierungspolitik aufzulösen – voraussichtlich im März. Das Zuzahlungssystem könne laut Siripong bereits im ersten Monat nach Amtsantritt von Premierminister Anutin Charnvirakul starten.

Technisch soll dabei auf bestehende Plattformen wie die staatliche „Pao Tang“-App zurückgegriffen werden, die bereits bei früheren Programmen genutzt wurde. Über das genaue Budget sei jedoch noch nicht entschieden.

Gastronomiebranche setzt große Hoffnungen

Besonders aus der Restaurantbranche kommt deutliche Unterstützung für die Rückkehr des Programms. Laut Thaniwan Koonmongkon, Präsidentin des thailändischen Restaurantverbands, leiden viele Betriebe seit dem zweiten Quartal unter massiven Umsatzeinbrüchen von bis zu 50 Prozent. Zahlreiche Betreiber mussten schließen, Personal abbauen oder Öffnungszeiten verkürzen.

Eine Umfrage unter über 700.000 Gastronomen zeige, dass die Branche das Zuzahlungssystem als dringend benötigte Entlastung sehe. Es kurbele den Konsum an, helfe kleinen und mittelständischen Betrieben und stärke lokale Lieferketten.

„Die Zuzahlungsinitiative ist für die Öffentlichkeit Geschenk und Rettungsanker zugleich“, so Thaniwan. „Sie gibt Verbrauchern Hoffnung und ermöglicht Restaurants, in diesen schwierigen Zeiten weiterzumachen.“

 

STIN // AI

Von stin

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Siamfan
Siamfan
5 Monate zuvor

Bhumjaithai Partei erwägt Rückkehr zum Zuzahlungsprogramm Khon La Khrueng 070925/

„Khon La Khrueng“ („Lasst uns halbe Sachen machen“)
😅😂🤣🥲
Übersetzen kann STINKI auch nicht!!!

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