Bangkok – Ekniti Nitithanprapas steht kurz davor, das Schlüsselressort der neuen thailändischen Regierung unter Führung von Bhumjaithai-Chef Anutin Charnvirakul zu übernehmen. Der 54-jährige Topbeamte gilt als heißer Kandidat für den Posten des Finanzministers – und als eine Schlüsselfigur für die wirtschaftliche Erholung und das Vertrauen internationaler Investoren.
Die Spekulationen gewannen an Fahrt, nachdem Anutin am Freitag vom Parlament offiziell zum 32. Premierminister Thailands gewählt wurde. Bereits am Wochenende liefen im Hauptquartier der Bhumjaithai-Partei intensive Gespräche über die Kabinettsbildung. Das Finanzressort wird dabei als zentrales Instrument für die Stabilisierung der Konjunktur, die Stärkung der Anlegerstimmung in der zweiten Jahreshälfte sowie für die Verhandlungen mit den USA gesehen.
Am Samstag wurde Ekniti bei Beratungen mit Anutin, dem künftigen Außenminister Sihasak Phuangketkeow, Energieminister Auttapol Rerkpiboon sowie Santi Promphat von der Palang Pracharath Partei gesichtet. Hochrangige Parteiquellen bestätigten der Zeitung Krungthep Turakij, dass Bhumjaithai den derzeitigen Generaldirektor des Finanzministeriums offiziell für das Amt angesprochen habe.
Herkunft und Ausbildung
Ekniti stammt aus einer einflussreichen Beamtenfamilie. Sein Vater Issara Nitithanprapas war Präsident des Verfassungsgerichts, seine Mutter Phanit Nitithanprapas Ombudsfrau und Staatssekretärin im Büro des Premierministers. Ekniti ist mit Roykaew Nitithanprapas verheiratet.
Nach einem ausgezeichneten Abschluss in Wirtschaftswissenschaften an der Thammasat-Universität setzte er seine Ausbildung in den USA fort: ein Master in Ökonomie an der University of Illinois, gefolgt von einem Doktortitel an der Claremont Graduate University, beide durch Stipendien der thailändischen Civil Service Commission finanziert.
Karriere im Staatsdienst
Nach seiner Rückkehr trat Ekniti in den Dienst des Finanzministeriums ein, wo er zunächst als Finanzattaché in Großbritannien und Europa arbeitete. Später war er leitender Berater bei der Weltbank in Washington D.C. und übernahm zentrale Posten in der thailändischen Finanzverwaltung – unter anderem als Direktor des Fiscal Policy Office, Generaldirektor der Revenue, Excise und Treasury Departments sowie des State Enterprise Policy Office.
Erfahrung in Wirtschaft und Aufsichtsgremien
Neben seiner Beamtenlaufbahn sammelte Ekniti umfangreiche Erfahrung in Aufsichtsräten großer Finanzinstitute und Staatsunternehmen. Er war unter anderem Vorsitzender der National Credit Bureau, Vorstandschef der Export-Import Bank of Thailand (EXIM Bank), Direktor der Siam Commercial Bank, Vorsitzender von Thai Airways International sowie in leitenden Funktionen bei Krung Thai Asset Management, SME D Bank und Thanachart Bank.
Mit seiner breiten Expertise in nationaler Finanzpolitik, internationaler Wirtschaft und im Bankensektor gilt Ekniti als ausgewiesener Fachmann. Seine mögliche Ernennung zum Finanzminister wird von Beobachtern als Signal gewertet, dass Anutins Regierung auf Stabilität und wirtschaftliches Vertrauen setzt.
Redaktion STIN // CTN-Media
Anutin wählt wie es scheint, nur Minister aus – die im Ausland, wie USA studiert haben.
Sicher guter Mann, aber ob der in 4 Monaten was bewirken kann, nachdem die Chaoten-Regierung
nachhaltig alles zerstört hat – wage ich zu bezweifeln.
Mal sehen, vielleicht schafft es aber BJT bei der Neuwahl so stark zu werden,
dass eine Koalition mit Volspartei ausgeht, weil die haben sonst kaum jemanden,
der mit denen koaliert.