Der Vorsitzende der Volkspartei und Oppositionsführer, Natthaphong Ruengpanyawut, hat den zurückgekehrten Ex-Premierminister Thaksin Shinawatra aufgefordert, das Gerichtsverfahren gegen ihn ohne Vorbehalte zu akzeptieren. Ein solches Vorgehen würde nach seinen Worten das Vertrauen in die Gerechtigkeit des Rechtssystems stärken.
Natthaphong warnte zugleich vor politischen Absprachen, die in erster Linie persönlichen Interessen dienten. Solche Manöver könnten das Justizsystem untergraben und das politische Klima zusätzlich destabilisieren.
Die Erklärung erfolgte am Montag, als Thaksin nach langer Abwesenheit nach Thailand zurückkehrte. Am Dienstag steht die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs im sogenannten „14.-Stock-Fall“ an, die maßgeblichen Einfluss auf Thaksins politische und persönliche Zukunft haben könnte.
Unabhängig vom Ausgang des Verfahrens, so Natthaphong, müsse Thaksin das Urteil respektieren. Die Gesellschaft erwarte Transparenz und echte Fairness.
Ob Thaksins Rückkehr größere politische Folgen nach sich ziehen werde, hänge letztlich von seinem eigenen Verhalten ab, sagte der Oppositionsführer. Jede Entscheidung des ehemaligen Regierungschefs könne politische Dynamiken sowohl positiv als auch negativ beeinflussen.
Mit Blick auf Spekulationen über mögliche politische Absprachen im Zusammenhang mit Thaksins Rückkehr erklärte Natthaphong, es gebe dafür keine Beweise. Dennoch müsse man wachsam bleiben, damit weder Staatsmacht noch politische Deals dazu missbraucht würden, sich juristischer Verantwortung zu entziehen oder Machtvorteile zu sichern.
STIN // AI