Die Wahlkommission (EC) hat nach eigenen Angaben umfangreiche Beweise für Stimmenkauf bei mehreren Senatskandidaten in der Provinz Roi Et gesammelt. Die Kommission bereitet derzeit eine offizielle Stellungnahme für den Obersten Gerichtshof vor.

Betroffen sind Kandidaten der Berufsgruppe Verwaltung und Sicherheit: Generalleutnant Sophon Siringam, Ruangwit Phayuhamaruay, Chalermsak Saenpang, Chaichana Naowong, Banlu Butsart, Methi Boonchareonthanakul und Sanong Kasing. Zwei weitere Personen, die keine Kandidaten waren, wurden als Oberst Somboonchai Aranyapool und Nattaya Ratana identifiziert.

Laut EC fanden die mutmaßlichen Verstöße zwischen dem 10. und 14. Juni 2024 statt. Ein Zeuge berichtete, dass Generalleutnant Sophon ihn zu einem Treffen in einem Restaurant an der Umgehungsstraße zwischen den Bezirken Chiang Khwan und Phon Thong in Roi Et eingeladen habe. Später habe der Zeuge zudem Kontakt zu Chaichana, Chalermsak und Sanong gehabt.

Ruangwit soll über die Messaging-App Line den Zeugen aufgefordert haben, dem Team von Generalleutnant Sophon beizutreten. Der Zeuge wurde angewiesen, für Sophon und eine weitere Person zu stimmen, wofür ihm eine Zahlung von 15.000 Baht angeboten wurde. Die Auszahlung erfolgte über Mittelsmänner in einem örtlichen Café. Als Beweise legte die EC Banküberweisungen, Screenshots von Line-Nachrichten und weitere Dokumente vor.

Untersuchungen ergaben außerdem, dass Generalleutnant Sophon Zahlungen an Chalermsak und Ruangwit unterstützte, um das Wahlverhalten gezielt zu beeinflussen. Chatprotokolle, Telefonnutzungsdaten und Videoaufnahmen stützten die Zeugenaussagen.

Zwei Tage vor der Abstimmung am 16. Juni sollen Chaichana, Banlu, Sanong und Methi dem Zeugen zwischen 20.000 und 50.000 Baht angeboten haben, um für Chaichana und Banlu zu stimmen. Zusätzlich zeigen Online-Chats, dass Chaichana Zimmer in einem Hotel auf eigene und Sanongs Namen reservierte, um den Zeugen unterzubringen.

Die EC betonte, dass diese Handlungen gegen das Senate Election Act verstoßen, als Wahlbetrug gelten und die Integrität des Wahlprozesses untergraben. Die Kommission untersucht bereits seit Monaten zahlreiche Vorwürfe der Wahlfälschung bei der Wahl 2024. Parallel dazu befragt das Department of Special Investigation (DSI) Hunderte von Personen wegen möglicher Geldwäsche im Zusammenhang mit der Wahlkampagne.

Die endgültige Senatswahl am 26. Juni vergangenen Jahres hatte ungewöhnliche Ergebnisse: Bis zu 120 der 200 Sitze gingen an Kandidaten mit Verbindungen zur Bhumjaithai-Partei, die nun auf die Kontrolle der Regierung zielt.

 

Redaktion STIN // CTN-Media

Von stin

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