Bangkok – Thailands ehemalige Premierminister Thaksin Shinawatra hat nach seiner Rückkehr in die Heimat die ersten Tage seiner Haftstrafe angetreten. Oberstleutnant Shane Kanjanapach, stellvertretender Generaldirektor und Sprecher der Strafvollzugsbehörde, bestätigte am Donnerstag, dass der 74-Jährige derzeit eine fünftägige Quarantäne absolviere. Der Oberste Gerichtshof hatte Thaksin zuvor wegen Amtsvergehen zu einer einjährigen Freiheitsstrafe verurteilt.
Nach Abschluss der Quarantäne soll Thaksin – wie andere Gefangene auch – Aufgaben erhalten, die seinen Fähigkeiten und Interessen entsprechen. Im Gespräch sei unter anderem, dass er Sprachunterricht gebe, an Aktivitäten innerhalb der Haftanstalt teilnehme und Mitgefangene bei ihrer Resozialisierung unterstütze.
Laut Kanjanapach befinde sich Thaksin in stabilem körperlichem und geistigem Zustand. Berichten zufolge sei sein Tagesablauf in Quarantäne bislang unspektakulär: morgens zwei gekochte Eier und Kaffee, dazu ausreichend Schlaf. Sonderwünsche habe der Ex-Premier nicht geäußert. Untergebracht ist er in einem Quarantäneraum gemeinsam mit älteren Mitinsassen – eine Entscheidung, die die Behörde als angemessen bezeichnete.

Besuche sind in dieser Phase nicht gestattet. Selbst Thaksins Anwalt Winyat Chatmontree konnte seinen Mandanten noch nicht persönlich sehen. Er erklärte jedoch, ihm sei mitgeteilt worden, dass Thaksin bei guter Gesundheit und in positiver Stimmung sei. Erst am Montag werde er die Möglichkeit haben, Thaksin erstmals zu treffen. Entscheidungen über künftige Aufgaben und Pflichten im Gefängnis oblägen allein der Strafvollzugsbehörde, betonte der Jurist.
Redaktion STIN // CTN-Media