Was man schon weiß
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Das Projekt wird auf etwa 1 Billion Baht geschätzt (≈ US$ 27,4 Milliarden) Gesamtkosten.
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Es sollen zwei Deep-Sea-Ports gebaut werden: in Ranong und Chumphon. Zudem wird eine Straße und Eisenbahnverbindung (Motorway + Railway) zwischen den beiden Ports errichtet.
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Es wird erwartet, dass das Projekt etwa 280.000 Arbeitsplätze schaffen wird, insbesondere in den südlichen Provinzen Ranong und Chumphon.
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Das Wirtschaftswachstum Thailands könnte durch das Projekt von etwa 4 % auf etwa 5,5 % pro Jahr steigen.
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Die interne wirtschaftliche Rendite (EIRR) wird mit etwa 17,38 % angegeben.
Was man schätzen kann
Um eine grobe Schätzung der jährlichen Einnahmen zu machen, braucht man Annahmen über:
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Kapazität / Nutzung – Wie viele Container (TEUs) bzw. Tonnen Fracht pro Jahr werden umgeschlagen.
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Erste Phase: ca. 10 Mio. TEU Kapazität geplant bis 2030. Später Vollkapazität evtl. 40 Mio. TEU.
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Gebühren & Tarife – Umschlagsgebühren, Transitgebühren, Nutzung der Infrastruktur (Feuerwehr, Hafendienste, Logistik, Land-/Schienenverkehr etc.).
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Auslastung – Nicht sofort Vollauslastung, sondern Aufbau über Jahre.
Plausible Schätzung
Angenommen:
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In einer mittelfristigen Phase (sagen wir nach 5‐10 Jahren nach Eröffnung): Umschlagskapazität wird halb voll genutzt.
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Tarifgebühren und Transitgebühren ergeben pro TEU einen gewissen Betrag (z. B. „Umschlag + Hafen + Transport“).
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Zusätzlich Einnahmen aus begleitender Logistik, Grundstücksentwicklung, Dienstleistungen, Transit, etc.
Wenn wir z. B. annehmen:
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10 Mio. TEU/Jahr Umschlag
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durchschnittliche Einnahme pro TEU z. B. 100 US$ (nur als Beispiel; kann stark variieren) → 10 Mio * 100 US$ = 1 Milliarde US$ pro Jahr aus den reinen Umschlags-Gebühren
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Hinzu kommen Erlöse aus Transport (Zug, Lkw), Logistik Dienstleistungen, Wartung und Betrieb der Ports, evtl. Einnahmen durch Immobilien-/Logistikparks, Transitgebühren etc. Das könnte einen Multiplikator bedeuten (z. B. +50-100 % über die reinen Hafen‐Fees), also insgesamt z. B. 1,5 bis 2,0 Milliarden US$ pro Jahr.
Natürlich hängt vieles davon ab, wie konkurrenzfähig die Gebühren sind, wie hoch die Investitionskosten amortisiert werden müssen, wie gut die Route angenommen wird im Vergleich zur Konkurrenz (z. B. Malakka Straße + alternative Routings), und wie schnell die Auslastung steigt.
SINGAPUR:
Je nachdem, wie „Einnahmen des Hafens“ definiert werden (nur PSA Singapore, oder alle Hafen- und maritimen Einnahmen unter MPA etc.), variieren die Angaben stark.
Hier sind ein paar relevante Daten:
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Der Betreiber PSA International hatte 2024 Einnahmen in Höhe von S$ 7.724 Milliarden.
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PSA meldete, dass der Umsatz 2023 etwa US$ 7 Milliarden betrug.
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Gemäß einem Medien-Factsheet erwirtschafteten maritime Betriebe unter der Aufsicht der Maritime and Port Authority (MPA) in Singapur im Jahr 2023 ein Gesamteinkommen von ca. S$ 4,8 Milliarden (dies beinhaltet nicht nur Umsätze aus Hafenumschlägen, sondern auch andere maritine Dienstleistungen).
STIN // AI