Mit zerstörerischer Kraft rast Super-Taifun „Ragasa“ auf die Küsten Südostasiens zu – ein Sturm, der alles mit sich reißen könnte. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 265 km/h und sintflutartigem Regen bedroht der Wirbelsturm derzeit den Norden der Philippinen, Taiwan und Südchina. Die Behörden sprechen von „lebensbedrohlichen Bedingungen“.

Auf den Philippinen, wo der Sturm unter dem Namen „Nando“ bekannt ist, wurden bereits über 10.000 Menschen in Notunterkünfte gebracht. Besonders betroffen sind die Provinzen Cagayan, Isabela und Batanes auf der Insel Luzon. Schulen dienen als Schutzräume, während die ersten Ausläufer des Taifuns mit peitschendem Regen und orkanartigen Böen das Land treffen. Präsident Ferdinand Marcos Jr. versicherte, alle Behörden seien in höchster Alarmbereitschaft.

Auch Taiwan bereitet sich auf das Unwetter vor: In der Region Hualien wurden vorsorglich Hunderte Menschen evakuiert. Die Wetterdienste warnen vor extremen Regenfällen und meterhohen Wellen entlang der Ostküste.

In China spitzt sich die Lage dramatisch zu. In der Millionenstadt Shenzhen sollen 400.000 Menschen ihre Häuser verlassen – vor allem jene in Küstenregionen und instabilen Gebäuden. Auch in Hongkong wurden hunderte Flüge gestrichen, der internationale Flughafen stellt den Betrieb zeitweise ein. Schulen und Büros bleiben geschlossen, der öffentliche Nahverkehr steht vor dem Stillstand.

„Ragasa“ ist der 18. Taifun dieser Pazifik-Saison – und einer der gefährlichsten. Die Region zwischen Juli und Oktober regelmäßig von Tropenstürmen heimgesucht, doch Super-Taifune wie dieser gehören zur höchsten Kategorie und können verheerende Schäden anrichten.

Die Welt blickt gespannt auf den Sturm, der sich wie ein unaufhaltsames Naturmonster seinen Weg bahnt – und Millionen Menschen in Angst und Unsicherheit zurücklässt.

 

STIN // AI

Von stin

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