Ein Fest der Liebe endete in einem Blutbad: Elf ehemalige Studenten des Pathumwan Institute of Technology wurden heute vom Strafgericht in Bangkok zu lebenslanger Haft verurteilt. Ihr Verbrechen: ein tödlicher Angriff auf eine Hochzeitsgesellschaft, bei dem ein junger Mann starb und drei weitere Gäste schwer verletzt wurden.
Der Hintergrund ist ebenso erschütternd wie tragisch. Am 14. August 2022 stürmten 14 bewaffnete Männer eine Feier im Stadtteil Sutthisan. Ihr Ziel: Rache für einen Kommilitonen, der im Juli desselben Jahres getötet worden war. Die Täter gehörten allesamt dem Pathumwan Institute an – ihre Opfer stammten von der rivalisierenden Rajamangala University of Technology, Campus Uthenthawai. Doch das eigentliche Opfer, Natthawut Phinitmai, war kein Teil dieser Fehde. Er war ein Unbeteiligter, der zur falschen Zeit am falschen Ort war.
Die Angreifer eröffneten wahllos das Feuer auf die Gäste. Die Tat war laut Gericht „vorsätzlich und ungeheuerlich“. Ursprünglich zum Tode verurteilt, wurde das Strafmaß der elf Haupttäter aufgrund ihrer Kooperation auf lebenslange Haft reduziert. Drei weitere Mitangeklagte wurden mangels Beweisen freigesprochen.
Für Rutjalak, die Mutter des getöteten Natthawut, ist das Urteil ein bittersüßer Moment. „Mein Sohn war kein Teil dieses Konflikts. Er wollte nur die Hochzeit eines Freundes feiern“, sagte sie unter Tränen. Sie hofft, dass die beiden Hochschulen ihre blutige Rivalität endlich beenden – bevor noch mehr unschuldige Leben ausgelöscht werden.
Die Täter müssen der Mutter des Opfers zudem eine Entschädigung von 1,6 Millionen Baht zahlen – ein schwacher Trost für einen unersetzlichen Verlust.
STIN // AI