Mit Gummistiefeln im Schlamm und einem Milliardenplan im Gepäck: Premierminister und Innenminister Anutin Charnvirakul hat am Samstag die Flutgebiete in Ayutthaya besucht – und dabei nicht nur Trost, sondern auch Taten versprochen. Angesichts der dramatischen Lage im Bezirk Bang Ban ordnete er die sofortige Auszahlung von Entschädigungen für die Betroffenen an. „Das Leid der Menschen duldet keinen Aufschub“, erklärte Anutin und kritisierte Verzögerungen durch den jüngsten Regierungswechsel.
Doch der Premier denkt über Soforthilfe hinaus: Mit einem ehrgeizigen Infrastrukturprojekt im Wert von 100 Milliarden Baht will er die chronischen Überschwemmungen in Zentralthailand langfristig bekämpfen. Geplant sind unter anderem neue Entwässerungssysteme, darunter ein Kanal vom Chao Phraya-Staudamm in Chainat bis zum Golf von Thailand. Die Umsetzung soll über sieben bis acht Jahre erfolgen – ein Kraftakt, der über Legislaturperioden hinausreicht.
„Es spielt keine Rolle, wer ein Projekt vorschlägt“, betonte Anutin. „Wenn es dem Volk dient, unterstützen wir es.“ Damit sendet er ein klares Signal an politische Gegner und künftige Regierungen: Der Kampf gegen die Flut kennt keine Parteigrenzen.
Mit dem Vergleich zu den jährlich 30 bis 40 Milliarden Baht an Hilfszahlungen unterstrich Anutin die Notwendigkeit nachhaltiger Lösungen. „Wir müssen das Vertrauen der Bevölkerung gewinnen“, sagte er. „Und das gelingt nur mit greifbaren Ergebnissen.“
Ein Premier auf Mission – zwischen Notfallhilfe und Vision für ein trockenes, sicheres Zentralthailand.