Bangkok – Ein Routineflug aus Japan endete für einen ehemaligen Spitzenbeamten des Flughafens Phuket mit Handschellen. Bei seiner Ankunft am Flughafen Suvarnabhumi am 26. September wurde Herr Manas (Nachname zurückgehalten), einst stellvertretender Direktor des Flughafens Phuket, von Beamten der Nationalen Antikorruptionskommission und der Einwanderungsbehörde festgenommen. Der Vorwurf: Korruption in Millionenhöhe.
Der Haftbefehl war bereits am 17. September vom Strafgericht der Region 1 erlassen worden. Die Anschuldigungen wiegen schwer: Manas soll als Beamter seine Pflichten grob verletzt und durch manipulierte Vergabeverfahren einem bestimmten Bieter Vorteile verschafft haben. Der Schaden? Ein fairer Wettbewerb wurde verhindert – und das bei einem Projektvolumen von über 7,1 Millionen Baht.
Der Fall dreht sich um die Auswahl von Auftragnehmern für die Pflege und Dekoration von Zierpflanzen in mehreren Hallen des Flughafens Suvarnabhumi. Als damaliger Leiter der mechanischen Abteilung war Manas Teil eines speziellen Beschaffungskomitees. Doch statt qualifizierter Firmen sollen unzureichend geprüfte Anbieter den Zuschlag erhalten haben – ein klarer Verstoß gegen die Vergaberichtlinien.
Nach seiner Festnahme wurde Manas zur Polizeiwache des Flughafens gebracht, wo die Dokumentation erfolgte. Anschließend überstellte man ihn der Generalstaatsanwaltschaft zur weiteren strafrechtlichen Verfolgung.
Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die Schattenseiten öffentlicher Auftragsvergabe in Thailand – und zeigt, wie selbst scheinbar harmlose Projekte wie die Begrünung eines Flughafens zum Schauplatz millionenschwerer Korruption werden können.
STIN // AI