Die diplomatischen Spannungen zwischen Thailand und Kambodscha nehmen zu: Thailand verweigert die Teilnahme an den geplanten Gesprächen des Regional Border Committee (RBC), solange Kambodscha keinen konkreten Evakuierungsplan für seine Bürger vorlegt, die sich illegal auf thailändischem Boden niedergelassen haben.

Generalleutnant Worayos Luanhgsuwan, frisch ernannter Kommandeur der Ersten Armeeregion, machte am Donnerstag deutlich, dass die thailändische Delegation der RBC-Sitzung vom 10. bis 12. Oktober fernbleiben werde, sollte das Thema der Landnahme in den Dörfern Ban Nong Chan und Ban Nong Ya Kaew nicht auf die Tagesordnung gesetzt werden. Beide Orte liegen in der Provinz Sa Kaeo und gelten laut Thailand als Teil seines Hoheitsgebiets.

„Ohne klare Schritte zur Räumung der Siedler gibt es keine Gespräche“, erklärte Worayos und schlug seinem kambodschanischen Amtskollegen vor, das Treffen zu verschieben.

Die Situation an der Grenze ist angespannt: In den betroffenen Dörfern kommt es immer wieder zu Konfrontationen zwischen thailändischen Grenztruppen und kambodschanischen Siedlern sowie Soldaten. Die Dörfer dienten einst als Zufluchtsorte während des kambodschanischen Bürgerkriegs, doch viele Flüchtlinge weigern sich bis heute, zurückzukehren.

Auch andere militärische Einheiten Thailands, darunter die Zweite Armeeregion und die Chanthaburi-Trat-Einsatztruppe der Marine, unterstützen die harte Linie der Ersten Armeeregion. Einigkeit herrscht: Ohne Lösung der Grenzproblematik keine RBC-Treffen.

Der Gouverneur von Sa Kaeo hat den Siedlern eine Frist bis zum 10. Oktober gesetzt. Danach drohen Festnahmen und rechtliche Konsequenzen.

Eine militärische Quelle warnte: Sollte das RBC-Treffen ausfallen, sei auch das übergeordnete General Border Committee (GBC) zwischen den Verteidigungsministern beider Länder gefährdet – ein diplomatischer Dominoeffekt mit ungewissem Ausgang.

 

Redaktion STIN // CTN-Media

Von stin

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