Der thailändische Minister für digitale Wirtschaft und Gesellschaft, Chaichanok Chidchob, hat am Donnerstag öffentlich bestätigt, dass ihm ein monatliches Bestechungsgeld in Höhe von 40 Millionen Baht angeboten wurde. Ziel des Angebots sei es gewesen, ihn von Maßnahmen gegen Callcenter-Betrüger und andere illegale Online-Aktivitäten abzuhalten.

Die brisante Enthüllung erfolgte im Rahmen einer Parlamentsdebatte am Dienstag, bei der der Abgeordnete der Pheu Thai Partei, Kokaew Pikulthong, gezielt nach möglichen Korruptionsversuchen fragte. Chidchob räumte ein, dass das Angebot im Zusammenhang mit dem Schutz krimineller Netzwerke stehe, darunter Betreiber von Online-Glücksspielseiten und betrügerischen Callcentern.

„Ich kann bestätigen, dass alle Informationen korrekt sind“, erklärte der Minister. Er habe bereits den Staatssekretär seines Hauses mit einer umfassenden Untersuchung beauftragt. Weitere Details wollte Chidchob aus Rücksicht auf den laufenden Ermittlungsprozess nicht preisgeben, warnte jedoch davor, durch voreilige Enthüllungen die Aufklärung zu gefährden.

Die Regierung steht nun unter Druck, rasch Transparenz zu schaffen und entschlossen gegen organisierte Cyberkriminalität vorzugehen. Die Öffentlichkeit wird aufgefordert, die Entwicklungen aufmerksam zu verfolgen.

 

 

Redaktion STIN // CTN-Media

Von stin

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