Mit einem Paukenschlag hat die thailändische Regierung ihren Haushaltsplan für 2026 vorgestellt – und der sorgt für Aufsehen: Satte 31 Milliarden Baht fließen in neue Waffenbeschaffungsprogramme. Ein klares Signal, dass das Land seine militärische Schlagkraft deutlich ausbauen will.
🏹 Armee setzt auf US-Hubschrauber Den Löwenanteil erhält die thailändische Armee mit rund 12,5 Milliarden Baht. Besonders im Fokus: die Anschaffung von drei neuen Black Hawk-Hubschraubern aus den USA für etwa 5 Milliarden Baht. Zwei gebrauchte Modelle sollen zusätzlich für rund 2,4 Milliarden Baht erworben werden. Auch die Wartung der russischen MI-17-Hubschrauber und der chinesischen VT-4-Panzer steht auf dem Plan – die genauen Kosten bleiben geheim.
⚓ Marine: U-Boote mit Verspätung und neue Fregatte Die Marine erhält knapp 9,89 Milliarden Baht – und verfolgt weiterhin ihr ambitioniertes U-Boot-Projekt mit China. Drei Yuan-Klasse-U-Boote sollen für insgesamt 36 Milliarden Baht beschafft werden, genehmigt bereits 2015. Doch es gibt Turbulenzen: Die ursprünglich geplanten deutschen Motoren werden durch chinesische CHD-620-Antriebe ersetzt. Die Auslieferung des ersten U-Boots verzögert sich um über drei Jahre und wird nun für Ende 2028 erwartet. Zusätzlich plant die Marine den Kauf einer chinesischen Fregatte für rund 17,5 Milliarden Baht.
✈️ Luftwaffe investiert in Gripen-Kampfjets Mit 8,7 Milliarden Baht liegt die Luftwaffe auf Platz drei der Budgetverteilung. Im August wurde ein Vertrag mit dem schwedischen Hersteller Saab AB unterzeichnet: Vier moderne Gripen E/F-Kampfjets sollen für 19,5 Milliarden Baht geliefert werden – innerhalb der nächsten vier Jahre. Das ist erst der Anfang: In einem zehnjährigen Programm sollen insgesamt zwölf Jets für rund 60 Milliarden Baht angeschafft werden.
🎯 Fazit: Thailands Rüstungsetat 2026 zeigt eine klare Marschrichtung: Modernisierung, internationale Kooperation – und ein deutlicher Ausbau der militärischen Kapazitäten zu Land, zu Wasser und in der Luft.
Redaktion STIN // CTN-Media