Bangkok – Die älteste politische Partei Thailands steht vor einem Wendepunkt: Am 18. Oktober wird ein neuer Vorsitzender gewählt – und die Rückkehr prominenter Altmitglieder deutet auf eine mögliche Renaissance unter einem bekannten Namen hin.

Die Demokratische Partei, einst so populär, dass man ihr selbst mit einem Laternenpfahl Wahlsiege zutraute, kämpft seit Jahren mit sinkender Zustimmung. Nach dem historischen Tief bei den Parlamentswahlen 2023 – nur 25 Sitze im Repräsentantenhaus – trat Jurin Laksanawisit als Parteichef zurück. Sein Nachfolger Chalermchai Sri-on hielt sich nur 21 Monate im Amt, bevor er aus gesundheitlichen Gründen das Feld räumte.

Nun verdichten sich die Hinweise auf ein Comeback von Abhisit Vejjajiva, ehemaliger Premierminister und einstiger Hoffnungsträger der Partei. Unterstützt wird er von Parteigrößen wie Chuan Leekpai und Banyat Bantadtan – ein Signal, das viele Veteranen mobilisiert hat. Bis Mitternacht am 3. Oktober mussten Mitglieder ihren Status bestätigen, um bei der Wahl stimmberechtigt zu sein. Wer die Frist verpasste, verlor sein Wahlrecht – selbst langjährige Mitglieder.

Die Rückkehr ist prominent: Khunying Supatra Masdit, Nipit Intarasombut, Satit Pitutecha, Dr. Banyat Jetanajan und viele weitere bekannte Namen aus Bangkok und den Provinzen haben ihre Mitgliedschaft reaktiviert. Auch Sakoltee Phattiyakul, ehemaliger Vize-Gouverneur von Bangkok, meldete sich zurück – mit dem Versprechen, die Partei wieder aufzubauen: „Ich weiß, dass es nicht einfach sein wird, sie wieder in ihren früheren Status zu versetzen, aber ich möchte Menschen aller Generationen vereinen.“

Ein Facebook-Foto vom 3. Oktober zeigt Abhisit neben Korn Chatikavanij und anderen prominenten Persönlichkeiten – darunter Ökonomen, Hochschulminister und politische Vordenker – unter dem Motto: „Die Zukunft des Landes, die sich jede Generation wünscht.“

Analysten sehen in Bangkok die größten Chancen für ein demokratisches Comeback. Die Partei genießt dort noch immer hohen Bekanntheitsgrad. Mit klarer Politik, glaubwürdigen Kandidaten und strategischer Positionierung könnten verlorene Wählerkreise zurückgewonnen werden – insbesondere jene, die zuletzt zur Vereinigten Thailändischen Nation oder Palang Pracharath abgewandert sind.

Im Süden bleibt die Konkurrenz durch Bhumjaithai und Kla Tham stark, im Nordosten sind die Aussichten minimal. Dennoch könnte die Partei bei den Wahlen 2026 eine respektable Oppositionsrolle einnehmen – und damit den Grundstein für eine neue Ära legen.

Wenn du magst, kann ich dir auch eine pointierte Analyse der strategischen Optionen der Demokraten oder ein Porträt von Abhisit Vejjajiva verfassen.

 

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Von stin

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