Ein nächtlicher Zwischenfall an der thailändisch-kambodschanischen Grenze sorgt für diplomatische Spannungen: Die Zweite Armeeregion Thailands beschuldigt kambodschanische Soldaten, sich wie „Banditen“ verhalten zu haben. Der Vorwurf: Sie sollen Überwachungsgeräte gestohlen und den Grenzzaun nahe der historischen Tempelruinen von Ta Khwai im Bezirk Phanom Dong Rak (Provinz Surin) beschädigt haben.
Zur Untermauerung veröffentlichte die thailändische Armee ein Video auf ihrer offiziellen Facebook-Seite. Die Aufnahmen zeigen uniformierte Männer beim Durchtrennen des Stacheldrahts – rund drei Kilometer östlich der Tempelruinen. Der Vorfall ereignete sich am Freitagabend gegen 23:45 Uhr.
Am Samstagmorgen rückten thailändische Truppen zur Schadensaufnahme aus. Dabei wurde festgestellt, dass der Grenzzaun an mehreren Stellen durchtrennt worden war. Die beschädigten Abschnitte sind mittlerweile repariert.
Brisant: Laut der Zweiten Armeeregion besteht in dem betroffenen Gebiet kein territorialer Streit zwischen Thailand und Kambodscha. Aus diesem Grund habe man dort auf reguläre Patrouillen verzichtet und stattdessen Überwachungstechnik installiert – offenbar ein lohnendes Ziel für die mutmaßlichen Eindringlinge.
Die Armee kündigte an, die Patrouillen in dem Grenzabschnitt wieder aufzunehmen. Zudem wurde über das Interim Observer Team (Thailand) eine formelle Beschwerde gegen Kambodscha eingereicht.
STIN // AI