Nach dem spektakulären Einsturz der Samsen Road nahe dem Vajira-Krankenhaus am 24. September hat Bangkoks Gouverneur Chadchart Sittipunt in einem Livestream auf Facebook für Klarheit gesorgt: Der darunterliegende U-Bahn-Tunnel sei stabil – entgegen kursierender Gerüchte über mögliche Bewegungen der Struktur.
„Die Behauptungen beruhen vermutlich auf einem Missverständnis“, erklärte Sittipunt am Samstag. Die Bangkok Metropolitan Administration (BMA) habe sofort reagiert und ein hochsensibles Messgerät installiert, das rund um die Uhr Daten sammelt. Die Ergebnisse zeigen: Weder das Gebäude der Polizeiwache Samsen noch die angrenzende Straßenoberfläche weisen nennenswerte Bewegungen oder Ausdehnungen auf.
Um die Stabilität weiter zu sichern, wurden bereits über 9.400 Kubikmeter Sand – verteilt auf rund 900 Lastwagen – eingebracht. Die Maßnahme soll die unterirdischen Strukturen festigen und eine sichere Grundlage für die Wiederherstellung schaffen.
Auch die thailändische Mass Rapid Transit Authority (MRTA) ist im Einsatz: Ihr Auftragnehmer hat rund um den Tunnel eine Mischung aus Zement und Härter vergossen. In den kommenden Tagen sollen weitere 3.500 Kubikmeter Schotter folgen, bevor Metallplatten die Oberfläche sichern und den Abriss des beschädigten Bahnhofsgebäudes Samsen ermöglichen.
Die Arbeiten sind auf sieben Tage angesetzt. Der Bahnhof soll an gleicher Stelle neu errichtet werden. Wann die Samsen Road wieder für den Verkehr freigegeben wird, bleibt jedoch offen – die Wiedereröffnung hängt von den parallelen Arbeiten am elektrischen Eisenbahntunnel ab, die höchste Sicherheitsstandards erfordern.
Die MRTA bestätigte am Freitag, dass ihr Tiefbauunternehmen derzeit die Bodenqualität rund um das Erdloch verbessert. Ziel ist es, den Zugang zum Vajira-Krankenhaus schnellstmöglich wiederherzustellen – ohne Kompromisse bei der Sicherheit.
STIN // AI