Thailand droht mit einem diplomatischen Paukenschlag auf dem bevorstehenden ASEAN-Gipfel in Malaysia: Sollte Kambodscha bei den anstehenden Grenzverhandlungen keine greifbaren Fortschritte erzielen, werde Bangkok die gemeinsame Erklärung verweigern – selbst unter den Augen von US-Präsident Donald Trump, der vom 26. bis 28. Oktober am Gipfel teilnimmt.

Verteidigungsminister General Nattaphon Nakpanich machte am Dienstag deutlich, dass die Geduld Bangkoks am Ende sei. Die Gespräche der Joint Boundary Commission (JBC) in Chanthaburi und des General Border Committee (GBC) in Kuala Lumpur hätten bislang keine Ergebnisse gebracht. Kambodscha zeige sich laut Nattaphon „unaufrichtig“ und ignoriere Thailands Vorschlag für einen konkreten Aktionsplan zur Lösung der Grenzkonflikte.

Thailand fordert vier zentrale Maßnahmen:

  • Den Abzug schwerer Waffen aus den Grenzregionen
  • Gemeinsame Minenräumung
  • Kooperation gegen transnationale Betrügernetzwerke
  • Verwaltung der von Kambodschanern beanspruchten Grenzgebiete

Das nächste GBC-Treffen in Kuala Lumpur, initiiert von Malaysia, soll an das Treffen vom 10. September anknüpfen. Außenminister Sihasak Phuangketkeow befindet sich bereits vor Ort, um mit Vertretern aus Kambodscha, Malaysia und den USA über den festgefahrenen Konflikt zu beraten.

„Wenn keine Fortschritte erzielt werden, sind weitere Gespräche sinnlos und eine Verschwendung von Steuergeldern“, warnte Nattaphon. Sollte Kambodscha weiterhin blockieren, werde Thailand die Erklärung nicht unterzeichnen – „denn wir haben alles versucht, im Einklang mit internationalen Standards und auf friedlichem Wege.“

 

STIN // AI

Von stin

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