Kuala Lumpur – Mit einem festen Händedruck und diplomatischem Pathos haben Thailand und Kambodscha in Malaysias Hauptstadt ein Waffenstillstandsabkommen unterzeichnet, das nach Monaten blutiger Grenzkonflikte Hoffnung auf Frieden in Südostasien weckt. US-Präsident Donald Trump, auf der ersten Etappe seiner Asienreise, bezeugte das Abkommen gemeinsam mit dem malaysischen Premierminister Anwar Ibrahim – ein symbolträchtiger Moment, der weit über die Region hinausstrahlt.

Der thailändische Premierminister Anutin Charnvirakul und sein kambodschanischer Amtskollege Hun Manet erklärten in einer gemeinsamen Stellungnahme ihre „feste Verpflichtung, von der Androhung oder Anwendung von Gewalt abzusehen“. Das Abkommen sieht unter anderem die Freilassung von 18 kambodschanischen Kriegsgefangenen vor – ein diplomatischer Durchbruch nach den blutigen Zusammenstößen im Juli, bei denen über 40 Menschen ums Leben kamen und rund 300.000 ihre Heimat verlassen mussten.

Trotz eines ersten Waffenstillstands Ende Juli hatten sich beide Länder seither gegenseitig Verstöße vorgeworfen. Nun soll die Stationierung regionaler Beobachter unter der Ägide der ASEAN für Stabilität sorgen. Malaysias Außenminister Mohamad Hasan betonte, dass beide Seiten ihre schweren Waffen abziehen und die verminten Grenzgebiete räumen müssten, um weitere Eskalationen zu verhindern.

Trump lobte die Einigung als „bedeutsamen Tag für alle Menschen in Südostasien“ und verkündete parallel den Abschluss eines Handelsabkommens mit Kambodscha sowie eines Rohstoffpakts mit Thailand. Analysten mahnen jedoch, dass ein umfassender Friedenspakt zwischen den Nachbarn noch aussteht.

Die Bühne ist bereitet – als nächstes wird Trump in Peking erwartet, wo Gespräche mit Chinas Staatschef Xi Jinping anstehen. Doch schon jetzt markiert Kuala Lumpur einen diplomatischen Meilenstein auf dem Weg zu mehr Stabilität in der Region.

 

Von stin

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