Mit einem kräftigen Griff in die Staatskasse startet Thailand in den November: Über 13,4 Millionen Inhaber der staatlichen Sozialkarte erhalten ab sofort eine zusätzliche Finanzspritze von insgesamt 1.700 Baht – verteilt auf zwei Monate. Ziel der Maßnahme: Die Lebenshaltungskosten abfedern und die Wirtschaft zum Jahresende in Schwung bringen.
Regierungssprecher Siripong Angkasakulkiat bestätigte nach einem Kabinettsbeschluss, dass die monatliche Unterstützung für November und Dezember um jeweils 850 Baht erhöht wird – zusätzlich zum regulären Zuschuss von 300 Baht. Die Gelder werden jeweils am ersten Tag des Monats direkt auf die Konten der Empfänger überwiesen. Doch es gilt: Wer nicht rechtzeitig zugreift, verliert. Nicht genutzte Beträge verfallen am Monatsende.
🛒 Verwendet werden darf das Geld ausschließlich für lebensnotwendige Güter – etwa Lebensmittel, Schulmaterial oder landwirtschaftliche Produkte – und nur in vom Handelsministerium zertifizierten Geschäften. Damit will die Regierung gezielt den Binnenkonsum stärken und gleichzeitig die Produktion ankurbeln.
Die Sozialkarte, oft als „Armenkarte“ bezeichnet, ist seit Jahren ein zentrales Instrument der thailändischen Sozialpolitik. Sie ermöglicht Geringverdienern landesweit vergünstigten Zugang zu Produkten des täglichen Bedarfs, öffentlichen Verkehrsmitteln und Dienstleistungen.
📅 Auch für die Zukunft ist vorgesorgt: Anfang 2026 soll eine neue Registrierungsrunde starten, bei der die Anspruchskriterien überarbeitet werden. Ziel ist es, die Leistungen noch gezielter an Bedürftige anzupassen und die soziale Absicherung weiter zu verbessern.
Mit dem Konjunkturimpuls von 1.700 Baht hofft die Regierung auf einen Dominoeffekt: Mehr Konsum, mehr Produktion, mehr Investitionen – und ein kräftiger Schub für die thailändische Wirtschaft zum Jahreswechsel.
Redaktion STIN // CTN-Media