Ein Insider erhebt schwere Vorwürfe gegen die thailändische Polizei: General Surachate Hakparn spricht von einem Netzwerk aus Korruption und Glücksspiel – und nennt Namen.
Bangkok – Es war eine Aussage, die das Fundament der thailändischen Polizeibehörde erschüttern könnte: General Surachate Hakparn, einst stellvertretender Chef der nationalen Polizei, trat am Donnerstag vor einen Parlamentsausschuss und präsentierte brisantes Material. Seine Behauptung: Mehr als 30 aktive Polizeibeamte sollen regelmäßig Geld von illegalen Online-Glücksspielseiten erhalten haben – darunter auch Mitglieder jener Spezialeinheit, die eigentlich gegen ebendiese Netzwerke vorgehen sollte.
Drei Stunden lang sprach Surachate vor dem Ausschuss für Staatssicherheit, Grenzangelegenheiten und nationale Reformen, geleitet vom Abgeordneten Rangsiman Rome. Danach trat er vor die Presse – und ließ die Bombe platzen: Er habe detaillierte Finanztransaktionen vorgelegt, die Geldflüsse von Glücksspielplattformen direkt auf die Konten der Beamten belegen würden. Bereits im August habe er die Informationen dem Polizeichef Kitrat Phanphet übergeben – doch es sei nichts geschehen. Nun also der Gang in die Öffentlichkeit.
Besonders brisant: Surachate belastet auch einen hochrangigen Polizeigeneral mit dem Initial „T“. Die Transaktionen sollen über die Konten von dessen Ehefrau, Bruder und Schwester gelaufen sein – ein Versuch, die Spuren zu verwischen?
„Ich handle als Bürger dieses Landes“, sagte Surachate, der mittlerweile aus dem Polizeidienst entlassen wurde. Seine Motivation: Aufklärung und Gerechtigkeit. Gleichzeitig wehrte er sich gegen den Vorwurf, die gesamte Polizei diskreditiert zu haben. Zwar habe er die Organisation als „größte kriminelle Vereinigung“ bezeichnet – doch diese Aussage gelte nur für jene korrupte Minderheit, die sich habe kaufen lassen.
Die Enthüllungen werfen ein grelles Licht auf die dunklen Verflechtungen zwischen Strafverfolgung und illegalem Glücksspiel. Ob sie Konsequenzen haben werden, bleibt abzuwarten. Doch eines ist klar: Der Ruf der thailändischen Polizei steht auf dem Spiel.
STIN // AI
Er sollte ab jetzt die Bodayguards für sich und Familie verdoppeln.
Dr. Pornthip hat das gleiche gemacht, Polizisten aus dem Drogenkrieg geoutet, kritisiert.
Danach wurde sie bedroht, Wohnung in die Luft gesprengt (falsche Etage) usw.
Die musste dann auch ihre Leibgarde verdoppeln.