Inmitten wachsender Sorgen über Thailands Hochwasserlage hat die Palang Pracharath Partei (PPRP) eine überraschende Forderung an Premierminister Anutin Charnvirakul gerichtet: General Prawit Wongsuwan, ehemaliger Vizepremier und Parteivorsitzender, soll als Chefberater für Wasserwirtschaft und Katastrophenschutz zurückkehren.

Suradet Yasawat, stellvertretender Parteichef der PPRP, lobte Prawits „militärisch präzisen“ Führungsstil, der Thailand während seiner Amtszeit vor schweren Überschwemmungen bewahrt habe. „Er hat die Rohre gereinigt, bevor der Regen kam“, sagte Suradet bildhaft und verwies auf Prawits tägliche Krisenrunden mit Behördenvertretern – ein Ritual, das laut ihm heute fehle.

Die Kritik an der aktuellen Wasserressourcenverwaltung fiel scharf aus: mangelnde Koordination, fehlende technische Expertise – und das in Zeiten, in denen Stürme das Land heimsuchen. Suradet sieht in Prawits achtjähriger Erfahrung einen unschätzbaren Vorteil: „Niemand sonst kann eine Naturkatastrophe so effektiv in den Griff bekommen.“

Die PPRP, nun Teil der Regierungskoalition, drängt auf eine formelle Einladung an Prawit. Ob dieser das Amt annimmt, bleibt offen – doch Suradet fordert zumindest, seinen Rat einzuholen.

Angesichts der jüngsten Flutereignisse plädiert Suradet für eine Rückkehr zu Prawits Strategie: gezielte Wasserumverteilung, Bau kleinerer Stauseen in kritischen Regionen und klare Evakuierungspläne. Provinzgouverneure müssten vorbereitet sein, mit Booten und Rettungsteams in Alarmbereitschaft.

„Prävention ist der Schlüssel“, mahnt Suradet. „Gerade in wirtschaftlich sensiblen Zonen können Überschwemmungen verheerende Folgen haben.“

 

STIN // AI

Von stin

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