In Thailands Norden brodelt die politische Landschaft – doch die Richtung ist noch unklar. Eine aktuelle Umfrage des Nationalen Instituts für Entwicklungsverwaltung (Nida) zeigt: Ein Drittel der Wähler in den 17 nördlichen Provinzen weiß noch nicht, wem sie bei der nächsten Wahl ihre Stimme geben sollen. Gleichzeitig gewinnt die Volkspartei rasant an Boden und könnte zur entscheidenden Kraft werden.

Zwischen dem 30. Oktober und dem 4. November wurden 2.000 Wahlberechtigte ab 18 Jahren telefonisch befragt – aus Regionen wie Chiang Mai, Chiang Rai und Phitsanulok. Die Ergebnisse zeichnen ein Bild politischer Spannung: 36,6 % der Befragten sind bei der Frage nach dem nächsten Premierminister noch unentschlossen. Doch Natthapong Ruangpanyawut von der Volkspartei liegt mit 21,5 % bereits deutlich vor seinen Konkurrenten. Anutin Charnvirakul (Bhumjaithai) folgt mit 13,9 %, während Altpolitiker wie Abhisit Vejjajiva (Demokratische Partei) und Khunying Sudarat Keyuraphan (Thai Sang Thai) nur einstellige Werte erzielen.

Auch bei der Parteipräferenz zeigt sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen: 28,4 % der Befragten sind noch unentschieden, während 28,1 % bereits zur Volkspartei tendieren. Die Pheu-Thai-Partei kommt auf 16,6 %, Bhumjaithai auf 10,4 %, die Demokraten auf 5,15 %. Kleinere Parteien wie Thai Sang Thai, Palang Pracharath und Chart Thai Pattana bleiben unter der 3-Prozent-Marke.

Die Umfrage offenbart eine Region im politischen Umbruch – mit einer Volkspartei, die sich anschickt, das Vakuum der Unentschlossenheit zu füllen. Doch ob sie die Wähler endgültig für sich gewinnen kann, bleibt offen. Die nächste Wahl könnte zur Nagelprobe für Thailands politische Zukunft werden.

 

STIN // AI

Von stin

0 0 Bewertungen
Article Rating
Abonnieren
Benachrichtigen bei
guest

0 Comments
Älteste
Neueste Meistbewertet
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
{title}
WP Twitter Auto Publish Powered By : XYZScripts.com
0
Deine Meinung würde uns sehr interessieren. Bitte kommentiere.x