Angesichts wachsender Spannungen an der thailändisch-kambodschanischen Grenze hat Thailand eine umfassende Sicherheitsgarantie für die kambodschanische Delegation bei den bevorstehenden 33. Südostasienspielen ausgesprochen. Die Spiele, die vom 9. bis 20. Dezember in Bangkok, Chon Buri und Songkhla stattfinden, stehen unter besonderer Beobachtung – nicht nur sportlich, sondern auch diplomatisch.
„Die kambodschanische Regierung hat sich besorgt über die Sicherheit ihrer rund 300 Athleten und Offiziellen geäußert“, erklärte Chaiyapak Siriwat, Vizepräsident des Nationalen Olympischen Komitees von Thailand und CEO des Südostasiatischen Spieleverbandes. Besonders wichtig sei der Wunsch, die gesamte Delegation gemeinsam in denselben Hotels unterzubringen – eine Abweichung vom üblichen Verfahren, bei dem Teams nach Sportarten getrennt werden.
Thailand reagierte prompt: Die Bitte wurde bewilligt, und in jeder Gastgeberstadt werden spezielle Unterkünfte für das kambodschanische Team organisiert. Zusätzlich sollen Sicherheitsbeamte abgestellt werden, die rund um die Uhr für den Schutz der Delegation sorgen. „Unsere Zusicherungen wurden von der kambodschanischen Seite sehr positiv aufgenommen“, betonte Chaiyapak.
Doch nicht nur die Sicherheit steht im Fokus: Auch die heimischen Athleten dürfen sich auf gute Nachrichten freuen. Gespräche über höhere Prämien für thailändische Medaillengewinner laufen bereits. Der Vorschlag soll bis zum 20. November finalisiert und dem Kabinett zur Genehmigung vorgelegt werden. Zudem sollen überfällige Trainingszuschüsse, die seit August ausstehen, noch vor Turnierbeginn ausgezahlt werden.
Die Südostasienspiele, das sportliche Herzstück der Region, versprechen in diesem Jahr nicht nur spannende Wettkämpfe – sondern auch diplomatische Feingefühl und organisatorische Höchstleistungen.
STIN // AI