Bangkok/Washington – Der thailändische Premierminister Anutin Charnvirakul hat klargestellt, dass US-Präsident Donald Trump den eskalierenden Grenzkonflikt zwischen Thailand und Kambodscha nicht mit den laufenden Zollverhandlungen zwischen Bangkok und Washington verknüpfen wird.

In einem Facebook-Post am frühen Sonntagmorgen schilderte Anutin ein Telefonat mit Malaysias Premier Anwar Ibrahim, derzeit Vorsitzender des ASEAN-Verbunds. Ibrahim habe ihm bestätigt, dass Trump die Aussetzung der thailändisch-kambodschanischen Friedenserklärung nicht in die Handelsgespräche einfließen lassen werde.

Anutin betonte zudem, dass er und Trump übereinstimmten: Die humanitäre Minenräumung sei das Herzstück der bilateralen Erklärung. Der US-Präsident habe Thailand eindringlich aufgefordert, die Räumung zu beschleunigen, um die Zivilbevölkerung beider Länder zu schützen.

Der Premierminister stellte klar, seine Informationen seien aktueller als ein Schreiben eines US-Handelsbeauftragten, das noch vor seinem direkten Gespräch mit Trump am Freitagabend veröffentlicht worden war.

Hintergrund: Thailand hatte das Friedensabkommen mit Kambodscha ausgesetzt, nachdem bekannt wurde, dass kambodschanische Truppen neue Landminen in der Provinz Si Sa Ket verlegt hatten. Am 10. November detonierte eine dieser Minen und verletzte vier thailändische Soldaten schwer – einer von ihnen verlor einen Fuß. Die Explosion ereignete sich nur wenige Tage nach der Unterzeichnung des bilateralen Abkommens.

 

Redaktion STIN --> Austria // Thailand

Von stin

2 Comments
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Menster
9 Monate vor

Kann man glauben, muss man aber nicht.

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