Ein plötzlicher Dammbruch hat in der Provinz Sing Buri über Nacht den Unterbezirk Ton Pho unter Wasser gesetzt. Mit reißender Gewalt ergossen sich die Wassermassen in die Wohngebiete, zwangen Familien zur panischen Flucht und lösten chaotische Evakuierungen aus.
Noch in der Nacht zum 14. November brach die Hochwasserschutzmauer entlang des Kanals gegenüber der Verwaltungsorganisation Ton Pho (SAO) unvermittelt zusammen. Innerhalb weniger Minuten stand das Viertel unter Wasser. Bewohner schleppten hastig Habseligkeiten in Sicherheit, halfen Kindern, Senioren und Kranken aus den Häusern und kämpften gegen die Angst, während die Fluten weiter stiegen.
Die Katastrophenschutzbehörde warnte die Bevölkerung von Moo 3 und Moo 4 eindringlich, sich in höher gelegene Gebiete zurückzuziehen. Besonders gefährdete Haushalte wurden vor Stromschlaggefahr gewarnt. Um Fahrzeuge vor den Wassermassen zu retten, öffnete die Behörde ihren überdachten Bereich als Notparkplatz.
Von 21 Uhr bis in die frühen Morgenstunden des 15. November arbeiteten Einsatzkräfte ununterbrochen unter extrem gefährlichen Bedingungen. Mit schwerem Gerät, Holzpfählen und Reihen massiver Sandsäcke errichteten sie eine provisorische Barriere, die den Strom der Fluten schließlich bremste. Erst nach acht Stunden meldete das Pressebüro der Provinz Fortschritte: Der Wasserfluss war deutlich reduziert, die Gefahr für umliegende Ortschaften vorerst eingedämmt.
Der nächtliche Kampf gegen die Fluten – geführt in Dunkelheit, unter reißenden Strömungen und ständiger Gefahr – wurde zum Beweis für die Entschlossenheit und Opferbereitschaft der Helfer. Ihr Einsatz rettete Ton Pho vor noch schlimmeren Folgen, während Sing Buri weiter mit den schweren Überschwemmungen ringt.