Bangkok, 19. November 2025 – Mit einem Lächeln und einem Scherz hat Premierminister und Innenminister Anutin Charnvirakul am Regierungssitz die politische Schlagkraft seiner Partei Bhumjaithai demonstriert: Neben ihm selbst sollen künftig auch Ekniti Nitithanprapas, stellvertretender Premierminister und Finanzminister, sowie Suphajee Suthumpun, Handelsminister, als Premierministerkandidaten ins Rennen gehen. Die Dreierliste soll am 23. November auf der außerordentlichen Generalversammlung offiziell eingereicht werden.
„Ich kann es ganz klar sagen. Bin ich auf sie zugegangen? Nein. Ich habe sie dazu gezwungen“, witzelte Anutin, als er nach den Gesprächen mit seinen Ministern gefragt wurde.
Mehr Kandidaten für eine gewachsene Partei
Bhumjaithai sei lange eine kleinere Partei mit nur einem Spitzenkandidaten gewesen, erklärte Anutin. Doch mit wachsender politischer Bedeutung brauche man nun mehrere Führungsoptionen.
„Beide sind erfahren, nervenstark und haben sofort Leistung gebracht. Sie sind professionelle Verwalter, die ihre Aufgaben erledigen“, lobte er Ekniti und Suphajee.
Ob die beiden auch als Parteilistenabgeordnete antreten, ließ Anutin offen: „Es ist möglich.“
Neuzugänge im Blick – „Wartet bis Sonntag“
Spannung verspricht die Parteiversammlung auch durch mögliche Neuzugänge. Auf die Frage, ob Varawut Silpa-archa, Vorsitzender der Chartthaipattana-Partei, oder Sontaya Kunplome, Anführer der Ban Yai Chonburi-Gruppe, zu Bhumjaithai wechseln könnten, antwortete Anutin ausweichend: „Warten wir bis Sonntag.“
Solche Neuausrichtungen seien vor Wahlen üblich, betonte er: „Wir wählen erfahrene Leute aus, die der Öffentlichkeit nutzen können.“
Koalitionsstabilität und Auflösungsszenario
Auch zur Zukunft der Regierung nahm Anutin Stellung. Ein Misstrauensvotum nach Artikel 151 der Verfassung sei zwar möglich, doch die Vereinbarung mit der Volkspartei sichere die Koalition ab.
Zur Parlamentsauflösung erklärte er: „Spätestens am 31. Januar 2026 wird das Parlament aufgelöst. Aber wenn uns etwas daran hindert, zum Wohle der Öffentlichkeit zu arbeiten, geben wir die Macht früher zurück.“
Mit einem Lachen deutete er schließlich auf einen Reporter, als er nach dem königlichen Dekret gefragt wurde: „Du kennst mich gut.“
STIN // AI
Anutin sollte besser aufpassen mit wem er sich alles einlässt. Die Politik und die Parteien sind von von Cobras. Das müsste er doch am allerbesten wissen.