Die Spannungen zwischen Thailand und Kambodscha haben eine neue Eskalationsstufe erreicht. Die thailändische Armee beschuldigt Phnom Penh, gefallene kambodschanische Soldaten nach den jüngsten Grenzzusammenstößen entehrt und zugleich gezielt Falschinformationen verbreitet zu haben, um Thailands Ruf zu beschädigen.

Armeesprecher Generalmajor Winthai Suvaree erklärte am Dienstag, die Leichen kambodschanischer Soldaten seien nach den Kämpfen im Juli unbeachtet an der Frontlinie zurückgelassen worden. Der Verwesungsgeruch habe sich bis in thailändische und kambodschanische Grenzgemeinden ausgebreitet. Mehrfach habe Bangkok die Nachbarn aufgefordert, die Toten zu bergen – ohne Erfolg.

„Der oberste Führer des Landes ignoriert die Leichen, missachtet die Ehre und Würde der Soldaten, die ihr Leben für ihr Land geopfert haben, und verbreitet stattdessen Lügen, die den Fakten widersprechen“, so Winthai.

Kambodschas Senatspräsident Hun Sen hingegen behauptete, es handle sich bei den Leichen um thailändische Soldaten. Winthai wies dies zurück und betonte, Thailand habe seine eigenen Gefallenen mit militärischen Ehren bestattet.

Darüber hinaus warf der Sprecher Phnom Penh unmenschlichen Umgang mit eigenen Soldaten vor. Als Beispiel nannte er einen psychisch erkrankten Kämpfer, den Thailand nach Gefangennahme zur Behandlung zurückgeschickt habe – nur um ihn später wieder an die Front versetzt zu sehen.

Auch die kambodschanische Anschuldigung, ein thailändischer Ranger habe eine Frau misshandelt und vergewaltigt, bezeichnete Winthai als „gezielte Falschmeldung“. Ziel sei allein, das internationale Ansehen Thailands zu untergraben.

Zur Frage der 18 kambodschanischen Soldaten, die weiterhin in Thailand festgehalten werden, erklärte der Sprecher, Kriegsgefangene würden nach Ende der Kampfhandlungen freigelassen. Doch Kambodscha lege weiterhin Landminen auf thailändischem Boden und verbreite Propaganda.

 

 

Redaktion STIN // CTN-Media

Von stin

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