Bangkok – Premierminister und Innenminister Anutin Charnvirakul hat überraschend erklärt, er sei bereit, das Parlament bereits am 12. Dezember 2025 aufzulösen, um einer drohenden Misstrauensdebatte zuvorzukommen. Damit räumt der Vorsitzende der Bhumjaithai-Partei ein, dass die aktuelle Minderheitsregierung „nicht weitergehen kann“.
Vor Unternehmern und Politikern beim Seminar PRACHACHAT OUTLOOK THAILAND 2026 im Siam Kempinski Hotel sprach Anutin ungewöhnlich offen über die politische Sackgasse:
- Neuwahlen unvermeidlich: „Die Realität ist, dass es einfach nicht mehr funktioniert. Eine Minderheitsregierung ist nie eine Win-Win-Situation.“
- Keine Illusionen über Misstrauensvotum: „Verschwenden Sie gar nicht erst Ihre Zeit – wir würden verlieren.“
- Bereitschaft zur sofortigen Auflösung: „Wenn Sie wollen, dass ich das Parlament am 12. Dezember auflöse, bin ich bereit dazu.“
Anutin betonte, dass eine vorzeitige Auflösung zwangsläufig unerledigte Aufgaben hinterlassen würde, für die er keine Verantwortung übernehmen wolle. Sein Fokus liege nicht auf politischem Machterhalt, sondern auf kurzfristigen Vorteilen für die Bevölkerung: „Wenn die Menschen 2–4 Monate profitieren, bin ich zufrieden.“
Trotz der Krise zeigte sich der Premier zuversichtlich für die Zukunft seiner Partei. Der eigentliche Wettbewerb, so Anutin, werde bei den kommenden Wahlen entschieden:
„2026 ist ein entscheidendes Jahr. Wenn die richtige Wahl getroffen wird, kann Thailand nicht nur weitermachen, sondern mit größerer Geschwindigkeit und Stärke voranschreiten – zurück auf den globalen Radar.“
Redaktion STIN // CTN-Media
Ja, perfekt – hätte ich auch so gemacht.
Damit vermeidet er die Parlamentsdebatte und er kann die
Zeit bis zur Wahl gut nutzen, um Wahlkampf zu machen und muss sich nicht mit
Misstrauensantrag belasten.
Da geht ihm so die Muffe, das da ein paar illegale Sachen ans Licht kommen, bei denen er ganz schlecht weg kommt. Also treten wir die Flucht nach vorne an damit die Debatte gar nicht erst starten kann.
Richtig, Newin ist sicher kein Engel und hat beim Senatkauf sicher heftig zugeschlagen.
Aber es ist gar nicht so wichtig, dass man ihm was nachweisen kann – es reicht, wenn man es
öffentlich bei einem Misstrauensantrag vorträgt – etwas bleibt immer beim Bürger hängen, ob es stimmt oder nicht.
Also ich würde es auch so machen.
Derzeit ist er landesweit gut aufgestellt, weil eben PT noch mehr Dreck am Stecken zu haben scheint und
das nützt er nun natürlich für sich aus.
Dann flutscht der Wahlkampf besser, wenn er von keiner schmutzigen Parlamentsdebatte gestört wird.
Ich goutiere nach der Wahl eine Regierung der Volkspartei, die gewinnen wird, zusammen mit Anutin – weil es keine andere
saubere Partei mehr gibt, sind ja alle belastet.
Somit wäre die BJT erst einmal das kleinere Übel.