KUALA LUMPUR – Ein Mega-Projekt mit königlichem Rückhalt soll Malaysia auf die globale Energiekarte katapultieren: Der Maharani Freeport im südlichsten Bundesstaat Johor, direkt an der strategischen Straße von Malakka, könnte nach Angaben seiner Entwickler Investitionen von bis zu 144 Milliarden Ringgit (35 Milliarden US-Dollar) anziehen – und damit die Wirtschaft des Landes langfristig stützen.
Im Zentrum steht Sultan Ibrahim Iskandar, Malaysias König und Herrscher von Johor, der über 40 Prozent der Anteile an der Projektgesellschaft Maharani Energy Gateway Sdn. verfügt. Der Freeport ist mehr als ein Hafen: Er ist als gigantische Freihandelszone auf drei künstlichen Inseln angelegt, mit Energiezentrum, Tiefseehafen, Industriepark und Finanzzentrum – insgesamt 3.200 Acres groß.
„Wir sind bereits im Geschäft“, betonte Vorstandschef Daing A Malek Bin Daing A Rahaman am Samstag. Ölhandel, Lagerung, Umschlag, Mischung, Bunkerung, Schifffahrt und Schiff-zu-Schiff-Transfers gehören schon jetzt zum Portfolio.
Die Lage könnte kaum strategischer sein: Die Straße von Malakka gilt als eine der wichtigsten Öltransportrouten der Welt. Wer hier Infrastruktur kontrolliert, hat Einfluss auf globale Lieferketten.
Für Malaysia ist das Projekt auch politisch bedeutsam. Sultan Ibrahim bestieg erst im vergangenen Jahr den Thron – in einem Land, das zwischen 2018 und 2022 von einem ständigen Wechsel der Premierminister geprägt war. Seine wirtschaftlichen Initiativen könnten die Rolle des Monarchen im Machtgefüge Südostasiens weiter stärken.
Redaktion STIN // CTN-Media