30. November 2025 – Einst galt Südthailand als sichere Bastion der Demokratischen Partei. Prognosen waren überflüssig, Wahlergebnisse fast selbstverständlich. Heute jedoch gleicht die Region einem politischen Glücksspiel – das zeigt die jüngste Umfrage des renommierten NIDA-Instituts.

Die verheerenden Überschwemmungen der vergangenen Jahre könnten ein entscheidender Faktor für den Wandel sein. Noch sind ihre politischen Folgen unklar, doch die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Von 2.000 Befragten in 14 Provinzen gaben 32,25 Prozent an, keinen bestimmten Premierministerkandidaten zu bevorzugen. Damit ist die Gruppe der Unentschlossenen größer als jede einzelne Anhängerschaft.

  • Abhisit Vejjajiva (Demokratische Partei) folgt mit 25,65 Prozent.
  • Premierminister Anutin Charnvirakul (Bhumjaithai-Partei) erreicht 15,40 Prozent.
  • Natthaphong Ruengpanyawut (Volkspartei) liegt bei 12,85 Prozent.

Selbst eine rechnerische Allianz zwischen Anutin und Natthaphong würde nicht ausreichen, um die Zahl der Unentschlossenen zu übertreffen.

Auch bei der Parteipräferenz zeigt sich das Bild der Unsicherheit: Die Demokratische Partei liegt mit 28,60 Prozent nur hauchdünn vor der Gruppe der „Noch-Nicht-Überzeugten“ (28,45 Prozent). Die Volkspartei folgt mit 17,80 Prozent, die Bhumjaithai-Partei mit 11,65 Prozent.

Fazit

Das politische Terrain Südthailands ist unberechenbar geworden. Wo früher klare Mehrheiten herrschten, dominiert heute die Unentschlossenheit. Das Rennen um die Macht ist völlig offen – und die nächste Wahl könnte zur Nagelprobe für alle Parteien werden.

 

STIN // AI

Von stin

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