Die thailändische Volkspartei erhöht den Druck auf die Regierung: Vizepremierminister Thamanat Prompow müsse sofort entlassen werden, andernfalls drohe eine Gefährdung der Ermittlungen gegen ein milliardenschweres transnationales Kriminalitätsnetzwerk.
Am Mittwoch schlug der stellvertretende Parteivorsitzende Rangsiman Rome Alarm, nachdem die Anti-Geldwäschebehörde (Amlo) Vermögenswerte im Wert von rund 10 Milliarden Baht eingefroren hatte. Sie stehen im Zusammenhang mit einer großangelegten Online-Betrugsoperation, in die die Geschäftsfrau Tangthai Banmahing verwickelt sein soll.
Die Spur führt zu Yim Leak, einem einflussreichen Akteur mit engen Verbindungen zu kambodschanischen Eliten. Leak gilt als Schlüsselfigur eines grenzüberschreitenden Betrügerrings, der illegale Erlöse über die von ihm kontrollierte BIC Bank Cambodia schleust. Diese Bank ist nicht nur mit dem umstrittenen Mega-Projekt Dara Sakor verknüpft, sondern auch mit dem chinesischen Geschäftsmann She Zhijiang, der wegen eines Glücksspielimperiums nach China ausgeliefert wurde. Britische Sanktionen gegen die Bank stehen im Raum.
Besonders brisant: Der Geschäftsmann Benjamin Mauerberger, alias Ben Smith, soll laut Rangsiman sowohl enge Kontakte zu Thamanat als auch zu weiteren thailändischen Politikern pflegen. Er fungierte zudem als Berater des ehemaligen kambodschanischen Premierministers Hun Sen. Recherchen des Investigativjournalisten Tom Wright legen nahe, dass Mauerberger Privatjets und Luxusyachten für Politiker organisierte – darunter auch die Yacht, auf der Thaksin Shinawatra im Dezember 2024 den malaysischen Premierminister Anwar Ibrahim traf. Thamanat war bei diesem Treffen an Bord.
Die Verbindungen verdichten sich: Thamanats eigener Berater Thanadol Suwannarit bestätigte, juristische Angelegenheiten für Mauerberger zu übernehmen. Gleichzeitig klagt Mauerberger gegen Rangsiman, der bei einer Gerichtsverhandlung auf Unregelmäßigkeiten hinwies – etwa die fragwürdige Echtheit einer Passkopie.
Für Rangsiman ist der Fall ein Symptom einer größeren Gefahr: das Eindringen von „Graukapital“ – illegalen Geldern, die politische Prozesse manipulieren und demokratische Institutionen unterwandern. Er wirft Thamanat vor, juristische Mittel gezielt gegen Kritiker einzusetzen.
Sein Appell an den Premierminister ist unmissverständlich:
„Es ist an der Zeit, dass die Regierung Thamanat absetzt und entschlossen gegen dieses Netzwerk vorgeht, wo immer es operiert.“
STIN // AI
Das könnte Anutin gar nicht, auch wenn er wollte.
Er wird Thammanat dringendst benötigen. Man schätzt, dass die
Kla Tham Partei von Thammanat als de-facto Chef – um die 80 Sitze erreichen könnte.
fast 40 haben sie schon…..
Zusammen mit Thammanat dürfte BJT dann genau soviele Sitze erreichen, wie PP.
Das wird Anutin nicht aufgeben, würde ich auch nicht.