Die Kämpfe zwischen Thailand und Kambodscha fordern erneut Opfer: Bei den anhaltenden Gefechten entlang der umstrittenen Grenzregion sind heute drei weitere thailändische Soldaten ums Leben gekommen. Damit steigt die Zahl der Toten seit Beginn der jüngsten Eskalation auf vier.
Nach offiziellen Angaben fiel Sergeant Jirawat Mungklang vom 1. Pionierbataillon der Königsgarde, als er von einer rückstoßfreien Gewehrgranate getroffen wurde. Die kambodschanischen Truppen hatten das Geschoss vom strategisch wichtigen Hügel 677 nahe des Chang A Ma-Passes abgefeuert.
Bereits am frühen Morgen waren zwei weitere Soldaten gefallen:
- Gefreiter Wayu Kwansue vom 3. Infanteriebataillon des 31. Infanterieregiments der Königsgarde wurde auf dem Einsatzstützpunkt 225 in der Provinz Surin von Granatsplittern tödlich verletzt.
- Korporal Chawakorn Detchkhunthot vom 11. Kavalleriebataillon, 4. Kavallerieregiment, Königsgarde, kam ums Leben, als eine kambodschanische Drohne einen Sprengsatz über dem Stützpunkt Ban Ton Phayung im Bezirk Kantharalak, Provinz Si Sa Ket, abwarf. Er befand sich gerade auf dem Weg aus einem Bunker.
Bereits am 8. Dezember war Sergeant Satthawat Sujarit von der 6. Kavallerie-Aufklärungskompanie bei Gefechten auf dem Stützpunkt Phong Phrai im Gebiet Chong Bok durch Granatsplitter getötet worden.
Reaktionen aus Bangkok
Premierminister Anutin Charnvirakul würdigte die Gefallenen in einer öffentlichen Stellungnahme. In einem Facebook-Beitrag sprach er den Familien sein tiefes Beileid aus und bezeichnete die Soldaten als „tapfere Helden, die ihr Leben für die Verteidigung der Souveränität Thailands geopfert haben“.
Er versprach, dass die Angehörigen umfassend unterstützt würden, und betonte: „Eure Opfer werden nicht vergeblich sein.“ Zur Bekräftigung zitierte Anutin ein thailändisches Gedicht, das den Mut jener preist, die ihr Leben für ihr Vaterland hingeben.
Foto: Von links: Sergeant Satthawat Sujarit, Corporal Chawakorn Detchkhunthot, Private Wayu Kwansue und Sergeant Jirawat Mungklang