Ein unerwarteter Rückzug sorgt für Aufsehen bei den 33. Südostasienspielen in Thailand: Alle verbliebenen kambodschanischen Athleten haben ihre Teilnahme beendet und kehren nach Hause zurück. Der Grund: wachsende Sicherheitsbedenken angesichts der eskalierenden Spannungen an der Grenze zwischen beiden Ländern.
Bereits im Vorfeld hatte Phnom Penh seine Delegation auf 137 Sportler und Offizielle in zwölf Disziplinen reduziert. Einige von ihnen nahmen noch an der feierlichen Eröffnung am 9. Dezember im Rajamangala Nationalstadion in Bangkok teil. Doch nur Stunden später, in den frühen Morgenstunden des 10. Dezember, informierte Generalsekretär Vath Chamroeun das thailändische Olympische Komitee über den vollständigen Rückzug.
Hinter den Kulissen
- Eltern und Betreuer der Athleten äußerten massive Sorgen, dass sich die Grenzsituation weiter zuspitzen könnte.
- Befürchtet wurde, dass selbst die sichere Heimreise durch mögliche Flugausfälle gefährdet sein könnte.
- Ein offizielles Rücktrittsschreiben sollte noch am Vormittag eingereicht werden.
Reaktionen in Bangkok
Chaiyapak Siriwat, Geschäftsführer des SEA Games-Verbandes, berichtete, die kambodschanischen Sportler hätten sich zunächst dankbar für die thailändische Gastfreundschaft gezeigt. Doch die Entscheidung sei unumstößlich: „Sie entschuldigten sich für die Situation und sagten, sie müssten alle Athleten zurückziehen und nach Kambodscha zurückkehren.“
Folgen für den Wettbewerb
Besonders betroffen ist das Karate-Turnier: Zwei Disziplinen verlieren durch den Rückzug ihre Mindestzahl an Teilnehmern. Zwar können die Wettkämpfe fortgesetzt werden, doch werden nur noch Gold- und Silbermedaillen vergeben. Ein eigens eingesetztes Schiedsgericht soll über die weitere Vorgehensweise entscheiden.
STIN // AI