Die Lage an der thailändisch-kambodschanischen Grenze spitzt sich zu: Mit sofortiger Wirkung haben die Burapha-Streitkräfte des Ersten Armeebereichs am Mittwoch eine strikte Ausgangssperre in vier Grenzbezirken der Provinz Sa Kaeo verhängt. Zwischen 19:00 Uhr abends und 5:00 Uhr morgens dürfen die Bewohner von Ta Phraya, Khok Sung, Aranyaprathet und Khlong Hat ihre Häuser nicht verlassen.
Die Maßnahme stützt sich auf Artikel 11(6) des Kriegsrechtsgesetzes von 1914 und wurde von Generalmajor Benjapol Dechartwong, dem Kommandeur der Burapha-Truppe, persönlich unterzeichnet. In der offiziellen Erklärung heißt es, die Sperre sei notwendig, um „Stabilität, Sicherheit und Frieden“ in den Grenzregionen zu gewährleisten – und den Sicherheitskräften die Möglichkeit zu geben, Bedrohungen durch „Feinde außerhalb des Landes“ abzuwehren.
Die Kernpunkte der Bekanntmachung:
- Nächtliche Ausgangssperre: Niemand darf zwischen 19:00 und 5:00 Uhr seine Wohnung verlassen.
- Strikte Durchsetzung des Kriegsrechts: Sicherheitskräfte behalten umfassende Befugnisse, darunter die Kontrolle von Personen und Gebieten sowie Durchsuchungen an Orten, die als Gefahr für die nationale Sicherheit gelten.
- Unbefristete Geltung: Die Maßnahmen treten sofort in Kraft und bleiben bis auf Weiteres bestehen.
Mit der nächtlichen Ausgangssperre sendet die Armee ein deutliches Signal: Die Grenzregion steht unter besonderer Beobachtung – und die Bevölkerung muss sich auf eine längere Phase militärischer Kontrolle einstellen.

Redaktion STIN // CTN-Media