An der thailändisch-kambodschanischen Grenze, am umkämpften Chong An Ma Pass, verdichten sich die Anzeichen für eine beunruhigende Entwicklung: Der Zweite Armeebereich Thailands geht davon aus, dass professionelle, englischsprachige ausländische Betreiber „Selbstmorddrohnen“ für kambodschanische Truppen steuern. Diese spektakuläre Einschätzung folgt auf eine Reihe hochpräziser FPV-Angriffe (First-Person-View) und abgefangene Funkgespräche, die die Militärführung in Alarmbereitschaft versetzen.

Die Angriffe, die sich in den vergangenen zwei Tagen ereigneten, galten thailändischen Militärbunkern am Chong An Ma Pass. Was die Verantwortlichen im Zweiten Armeebereich besonders aufhorchen ließ, war die ungewöhnliche Geschicklichkeit der Drohnenpiloten. Diese waren offenbar in der Lage, mehrere bewaffnete Drohnen mit einer Präzision zu manövrieren, die weit über das hinausgeht, was man von gewöhnlichen Bedienern erwarten würde.

Tödliche Präzision: Mörsergranaten durch Bunkerfenster

Die Details des Angriffs sind erschreckend: Jede eingesetzte „Selbstmorddrohne“ war mit einer M82-Mörsergranate bestückt. Die Piloten flogen die Drohnen nicht nur geschickt durch Hindernisse, sondern zielten darauf ab, die Granate direkt vor oder hinter die Bunkerfenster fallen zu lassen. Das verheerende Ziel: durch die Explosion freigesetzte Granatsplitter sollten die Soldaten im Inneren des Bunkers treffen und ausschalten.

Die Analysten des thailändischen Militärs gehen davon aus, dass die Selbstmorddrohnen dabei einer anderen, vorgeschalteten Drohne folgten, die das Ziel exakt anvisierte.

FPV statt GPS: Der Beweis für menschliches Können

Der entscheidende Hinweis, der zur These der ausländischen Spezialisten führte, liegt in der Steuerungsmethode: Offenbar wurden die Angriffe nicht durch vorprogrammierte Drohnen ausgeführt, die simple GPS-Koordinaten anfliegen. Stattdessen wurden sie über FPV-Monitore manuell geflogen.

Das Militär betonte, dass GPS-gesteuerte Drohnen bei solchen Manövern deutlich anfälliger für Kollisionen mit Hindernissen wären. Die beobachtete Fähigkeit, Hindernissen auf engstem Raum auszuweichen und gleichzeitig ein Ziel mit solch chirurgischer Präzision anzugreifen, kann nur durch ein hohes Maß an menschlichem Können erklärt werden.

Untermauert wird diese Vermutung durch die Tatsache, dass bei der Abwehr der Angriffe englischsprachiger Funkverkehr abgefangen wurde. Die logische Schlussfolgerung des Zweiten Armeebereichs: Englischsprachige Ausländer wurden offenbar gezielt angeheuert, um als hochspezialisierte Drohnen-Söldner für die kambodschanischen Truppen zu agieren und eine neue, gefährliche Dimension in den Grenzkonflikt zu bringen.

 

Redaktion STIN // CTN-Media

Von stin

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