Der thailändische Premierminister Anutin Charnvirakul hat der Öffentlichkeit in der offiziellen Begründung für die Auflösung des Parlaments praktisch mitgeteilt, dass sie seine Partei Bhumjaithai vergrößern sollen, da seine Minderheitsregierung ihre Vorhaben nicht vollständig umsetzen konnte. Ein virtueller Appell, der auf dem politischen Parkett hohe Wellen schlägt.
Ein weiterer entscheidender Faktor: Die Auflösung stört die parlamentarischen Prozesse der vorgeschlagenen Verfassungsreform, was den Konservativen – zumindest vorübergehend – in die Hände spielt, bis sich stabilere politische Allianzen herausbilden.
Der Aufstieg des Premierministers
Anutin könnte nach der Wahl aufgrund seiner Popularität zum aussichtsreichen Kandidaten für das Amt des Premierministers aufsteigen. Zwar haben schwere Überschwemmungen im Süden seinen Aufstieg gebremst, doch die Wähler werden bei der Stimmabgabe sicherlich Folgendes abwägen:
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Sein Zuzahlungssystem
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Sein Handling der Probleme mit Kambodscha
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Die Berufung fähiger und fleißiger Personen in sein Kabinett
Die rivalisierende Volkspartei wirbt bei den thailändischen Wählern ebenfalls um ein stärkeres Mandat, profitiert jedoch nicht im gleichen Maße vom Grenzkonflikt. Die verheerenden Überschwemmungen haben zudem eine Region getroffen, in der Konservative dominieren und die Zahl der Unentschlossenen hoch ist – ein bemerkenswertes Phänomen, da bei niedrigen Zustimmungswerten der Regierung die der Opposition eigentlich sprunghaft ansteigen müssten.
Der Niedergang der Pheu Thai dürfte der Volkspartei sehr zugutekommen. Aber auch Anutins Bhumjaithai würde von den Problemen anderer konservativer Parteien profitieren und steht bereit, um die Stimmen der Enttäuschten einzusammeln.
Koalitionen als Schlüssel
Die Volkspartei könnte nach der nächsten Wahl zwar immer noch als stärkste Fraktion im Parlament hervorgehen, doch die von ihr so sehr angestrebte Alleinherrschaft ist kaum zu erreichen. Die Abhängigkeit von Koalitionen ist ein großer Nachteil, den Anutin geschickt zu seinem Vorteil nutzen kann.
Sirikanya Tansakun, stellvertretender Vorsitzender der Volkspartei, brachte es kürzlich auf den Punkt und warnte die Wähler, dass selbst ein Wahlsieg der Partei eindeutig sein müsse, da sie sonst wieder in der Opposition landen könnte.
Obwohl Anutins Forderung nach einer größeren Anzahl von Parlamentsmitgliedern jetzt vielleicht nicht realistisch ist, kann er durchaus optimistisch sein. Sein entscheidender Vorteil besteht darin, dass seine Partei die nächste Wahl nicht einmal gewinnen muss, damit er die Regierung leiten kann. Die Volkspartei hingegen hat keine andere Wahl, als zu gewinnen – und zwar einen deutlichen Sieg.
STIN // AI
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Auf der heutigen ersten Seite des Internet Auftritts der BP gibte es 15 Artikel https://www.bangkokpost.com/
Davon 4 mit Lobhudeleien über Anutin 5 Kriegsberichterstattungen über den Krieg gegen Kambodscha 1 angebliche NIDA Umfrage 1 Artikel gegen Thaksin 1 Artikel über Trump und 3 Artikel aus der Restwelt.
Richtig, ich suche schon verzweifelt Themen, die nichts mit Wahlkampf und Grenzkonflikt zu tun haben,
griff schon auf Pol Pot History zurücl und Sport, aber da wird derzeit kaum was aktualisiert.
Die gesamte Medienwelt, tw. auch in EU – stürzt sich auf Wahlkampf und Grenzkonflikt.
Ja, da ist nun viel (Wahlkampf) Propaganda dabei, aber wird gelesen – die Zugriffszahlen auf Grenzkonflikt-Themen
sind doppelt so hoch, wie normale Themen. Auch Wahlkampf-Themen haben besser Zugriffszahlen, als so ein
Wochenblitz-Erfahrunges-Mist – da stagniert es bei mir. Vermutlich reicht da für die Stammtisch-Expats der Wochenblitz
durchaus aus.
Also wird es bis zum Ende des Grenzkonflikts und des Wahlkampfs vermehrt solche Berichte geben.
Scheinen bei Expats anzukommen, sonst würden nicht alle engl.-sprachigen Medien in TH soviel davon publizieren.