BANGKOK/MOSKAU – Ein brodelnder Grenzkonflikt zwischen Thailand und Kambodscha erhält eine brisante diplomatische Note: Die russische Botschaft in Thailand hat mit aller Schärfe Berichte zurückgewiesen, wonach russische Staatsbürger von Kambodscha als Söldner angeworben würden, um sich an den anhaltenden militärischen Auseinandersetzungen zu beteiligen.
Die Gerüchte, die in einigen thailändischen Medien kursierten, haben offenbar eine Welle der Beunruhigung ausgelöst – bis hin zu Aufforderungen an die Bevölkerung, ein Auge auf verdächtige „männliche Ausländer“, insbesondere Russen, in Tourismus-Hotspots zu werfen.
🛑 Unglaubwürdige Berichte und geschädigte Beziehungen
In einer deutlichen Erklärung auf Facebook verurteilte die Botschaft die Behauptungen als unwahr und völlig unbegründet. Die diplomatische Vertretung äußerte den Verdacht, dass diese Berichte „höchstwahrscheinlich aus nicht-regionalen Quellen“ stammen, mit dem Ziel, die Rechte der zahlreichen russischen Touristen und Geschäftsreisenden in Thailand zu verletzen.
Noch schwerwiegender sei laut Botschaft der Schaden, den diese Spekulationen den langjährigen freundschaftlichen Beziehungen zwischen Russland und Thailand zufügen.
🕊️ Friedensappell statt Kriegsbeteiligung
Russland betonte seine offizielle Position, die bereits vom Außenministerium klar dargelegt und erst am 11. Dezember bekräftigt wurde: Man unterhalte traditionell freundschaftliche und kooperative Beziehungen zu beiden Ländern.
„Wir unterstützen die Beilegung aller Streitigkeiten ausschließlich auf friedlichem Wege“, zitiert die Botschaft den Sprecher des Außenministeriums.
Die Erklärung gipfelte in der eindringlichen Versicherung, dass Russland den Konflikt weder unterstützt noch daran teilnimmt, und forderte die Medien zu einer verantwortungsvollen Berichterstattung auf, um eine unnötige Verschärfung der Spannungen oder eine Schädigung der bilateralen Beziehungen zu verhindern.
✈️ Söldnerjagd und Drohnen-Mysterium
Die diplomatische Reaktion folgt auf eine erhöhte Alarmbereitschaft der thailändischen Sicherheitsbehörden. Zuvor war berichtet worden, dass sich ausländische Söldner unbekannter Nationalität, die angeblich von Kambodscha bezahlt werden, zur Spionage im Land aufhalten oder Thailand als Transitland für die Reise nach Phnom Penh nutzten.
Die Situation eskalierte, nachdem das thailändische Militär seine Verwunderung über die zunehmende Präsenz hochentwickelter Drohnen beim kambodschanischen Militär zum Ausdruck gebracht hatte. Der Betrieb solcher modernen Fluggeräte, so die Argumentation, erfordere professionelles, möglicherweise ausländisches Personal.
Die Gerüchte führten zu konkreten Maßnahmen: Die Polizei in der Provinz Nachon Ratchasima, wo sich der für F-16-Kampfjets zuständige Luftwaffenstützpunkt Air Wing 1 befindet (der in jüngster Zeit Luftangriffe auf Kambodscha geflogen hat), hatte die Bevölkerung aufgefordert, verdächtige „männliche Ausländer“ zu melden.
Ein Polizeisprecher bestätigte am Mittwochmorgen die Anfrage aus Nakhon Ratchasima als Ergebnis einer jüngsten Polizeibesprechung und gab zudem bekannt, dass die Sicherheitsvorkehrungen an beiden internationalen Flughäfen in Bangkok verstärkt wurden, um den Berichten über reisende Söldner nachzugehen.
Die russische Botschaft hofft nun, dass ihre klare Distanzierung die Gerüchte zerstreut und die diplomatischen Wogen glättet, die ein Konflikt ausgelöst hat, in dem das Land lediglich die Rolle des friedlichen Beobachters und Freundes beider Parteien beansprucht.
STIN // AI
Ich vermute, dass der Thai-Militärgeheimdienst Funksprüche in russische abgefangen hat.
Da hätte ich nicht gleich auf Russen hingewiesen – sondern auf russischsprachige Söldner.
Weil auch Kasachen, Ukrainer, Uzbeken u.a. sprechen russisch.
Müssen nicht Russen sein….. – am besten einen fangen, wenn möglich – oder bei der Immi
alle Ex-Sowjet-Bürger prüfen, die vor Tagen eingereist sind.